„Zeigen, wie gut das laufen kann“

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Bürgermeister Oliver Mesch, Bürgermeisterin Ulrike Stentzler und Projektleiter Christoph Ubbing, der den Richtspruch verlas Foto: bm

Gemeinschaftsprojekt von Trittau und Lütjensee kommt voran

Trittau Die Richtkrone hängt, der neue Bauhof, ein Gemeinschaftsprojekt von Trittau und Lütjensee, nimmt Formen an. „Ich freue mich, dass wir hier heute stehen und der gemeinsame Bauhof endlich Realität wird“, sagte Lütjensees Bürgermeisterin Ulrike Stentzler beim Richtfest. Trittaus Bürgermeister Oliver Mesch ergänzte: „Das ist ein Grundstein für ein neues Modell der Zusammenarbeit. Wir haben einen idealen Standort gefunden mit kurzen Wegen nach Lütjensee und Trittau“. Im Gewerbegebiet in der Carl-Zeiss-Straße wird der neue Bauhof auf dem 6000 Quadratmetern großen Grundstück gebaut. Insgesamt kostet er 1,6 Millionen Euro inklusive der schon im Vorjahr erstellten Salzhalle. Die Investition wird im Verhältnis 70 zu 30 auf Trittau und Lütjensee aufgeteilt, genau wie die Betriebskosten und mögliche Neuanschaffungen. Das regelt ein öffentlich-rechtlicher Vertrag, der im vergangenen September unterzeichnet wurde. Das Gelände bietet zudem die Möglichkeit, den Bauhof zu erweitern, falls weitere Gemeinden in das Gemeinschaftsprojekt einsteigen möchten. Der 20 mal 35 Meter große Bau ist in eine Kalthalle für die Fahrzeuge sowie einen Warmbereich unterteilt, in dem sich die Werkstatt, die Büros, Sozial- und Sanitärräume befinden. Demnächst wird auch eine einseitig offene Remise für Schüttgut gebaut. Der Bau ist ein Kompromiss, der ausgehandelt wurde, um Kosten zu sparen. Ulrike Stentzler erinnerte in dem Zusammenhang an das besondere Engagement des damaligen Lütjensser Bauausschussvorsitzenden Harry Gehrcken, der inzwischen verstorben ist. Stentzler freute sich besonders, ihren Mitarbeitern jetzt bessere Arbeitsbedingungen bieten zu können. „Wir haben vier Gemeindemitarbeiter und einen Praktikanten, keine Sozialräume, vier Fahrzeuge, die immer draußen stehen und vier bis sechs Lagerstätten für Material.“ In Trittau gab es zwar einen Bauhof, der aber auch viel zu beengt war. „Jetzt gibt es ein professionelles Gebäude für beide Teams. Das ist ganz wichtig, denn die Enge machte die Arbeit schwierig“, so Mesch. Durch die gemeinsame Nutzung von Personal, Geräte und Material erhoffen sich die Bürgermeister Einsparungen. Die Mitarbeiter bleiben bei ihrer jeweiligen Gemeinde angestellt. Über einen Verrechnungssatz für Mensch und Maschine wird gegenseitig abgerechnet. Stentzler erinnerte an den Werdegang von der Idee zur Verwirklichung: Seit 20 Jahren wird in Lütjensee über einen Bauhof disskutiert. 2008 kam die Idee mit dem gemeinsamen Hof auf, viele Zweifler mussten überzeugt werden. Erst nachdem der gemeinsame Zweckverband gut lief, ließen sich einige Politiker auch von der Bauhofidee überzeugen. Es gab eine Standortidee, die nicht genehmigt wurde, es gab die Differenzen wegen der Baukosten und auch Grönwohld war interessiert, sprang dann aber ab. Das ist jetzt alles überwunden. „Das haben wir der Beharrlichkeit der Politik zu verdanken. Jetzt müssen wir zeigen, wie gut das laufen kann“, betonte Mesch. (bm)
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