Zu wenig Schüler schwimmen sicher

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Ohne Angst im Wasser: Der Kinderschutzbund Stormarn fordert Schwimmen im Lehrplan Foto: thinkstock

Kinderschutz-Umfrage alarmiert. DLRG Ahrensburg in Not

Von Stella Bandemer
Ahrensburg Die Mitglieder im Kinderschutzbund Stormarn (DKSB) sind beunruhigt. Laut den Ergebnissen einer Umfrage in den 35 Grundschulen können immer weniger Jungen und Mädchen schwimmen. Gründe dafür seien schließende Bäder, zu wenig Kurse oder zu hoher Aufwand für die Eltern.

Kein Schwimmen an vielen Grundschulen

„Auch viele Grundschulen haben Schwimmunterricht nicht in ihrem Lehrplan“, meint Ingo Loeding, stellvertretender Landesvorsitzender des Kinderschutzbunds (DKSB). Er sieht darin eines der größten Probleme für die alarmierend hohe Zahl an Schülern, die sich nicht sicher im Wasser fortbewegen. Selbst in den vierten Klassen könne die Hälfte der Schüler noch nicht richtig schwimmen. Dies unterstreicht erneut, wie wichtig die Arbeit der Deutschen Lebensrettungs Gesellschaft Ahrensburg (DLRG) und ihrer 30 ehrenamtlichen Übungsleiter und Helfer ist. Sie geben Vorschulkindern und Grundschülern Schwimmunterricht. Da scheint es wichtig zu sein, dass die DLRG Raum für ihre Ausstattung hat und die Rettungsschwimmer schnell vor Ort, am Freizeitbad Badlantic, sein können. Derzeit sind die Materialien der DLRG jedoch auf fünf Stellen verteilt. So ist das Equipment hauptsächlich in einem Raum der Freiwilligen Feuerwehr in der Rettungswache Am Weinberg untergebracht, in einem Raum des Badlantic sowie in Privathäusern von Mitgliedern. „Wenige von uns haben einen Überblick, wo was ist“, meint Monika Raddatz, stellvertretende Leiterin der DLRG-Ortsgruppe. Verwaltungstechnisch sei der jetzige Zustand ein wahres „Chaos“.

Umzug noch nicht sicher


Dadurch gibt es keine Einschränkungen, die das Kinderschwimmen betreffen, doch können die Rettungsschwimmer ihren Tätigkeiten nur bedingt nachgehen: Die Geschäftsstelle hat keinen festen Platz, Büro-Arbeit muss von zu Hause erledigt werden und Jugendmaßnahmen finden aktuell nicht mehr statt. Auf der langwierigen, bereits seit einem Jahr laufenden Suche nach einem geeigneten Vereinshaus haben die Rettungsschwimmer nun endlich Aussicht auf Besserung ihrer Situation. Im Sportausschuss beantragte die DLRG mit der FDP-Fraktion eine Container-Lösung mit Holzverkleidung auf dem Badlantic-Gelände. Der Aufsichtsrat des Badlantic wird auf seiner nächsten Sitzung Mitte November abstimmen, ob die DLRG auf ihr Gelände ziehen kann.
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