Zu wenige Besucher in der Wassermühle

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Die Wassermühle ist eines der schönsten Gebäude Trittaus, doch die Konzerte werden von zu wenigen Gästen besucht Foto: cy

Veranstalter mussten sogar Konzerte absagen. Gibt es regionales Überangebot?

Trittau. Die letzte Spielzeit war für die Wassermühle keine erfolgreiche Saison. Nur wenige Vorstellungen waren ausverkauft. Viele Musikabende waren maximal mittelmäßig besucht, einige Termine mussten sogar mangels Zuschauern abgesagt werden.

Wenig Begeisterung bei den Organisatoren

Dies sorgt bei den Organisatoren für wenig Begeisterung. Dabei hatte die historische Spielstätte in den Jahren zuvor selten Probleme, den Mahlboden mit ausreichend Zuschauern zu füllen. Am meisten frustriert ist Helge Nickel vom Verein Baltic Blues.
„Alle Konzerte, bis auf das von Big Daddy Wilson, waren von der Besucherzahl sehr unbefriedigend und lagen deutlich unter dem Durchschnitt der Vorjahre“, sagt Nickel. Dabei hatte der Veranstalter auch diesmal exzellente Künstler am Start, die in anderen Hallen sämtliche Plätze füllten. Einen Grund dafür sieht Helge Nickel im Überangebot an Konzerten in der Region. „Es gibt zu viele Musikveranstaltungen, erschwert wird das alles durch das kostenlose Angebot im Alten Bahnhof“.


Alter Bahnhof hat
andere Kostenstruktur

Bernd Koppe, Wirt des Alten Bahnhofs: „Bei uns gibt es die Hutgage, das ist nur eine andere Form des Eintrittsgeldes.“ Auch besitze er eine andere Kostenstruktur und bei ihm gelten Besucherzahlen von 20 bis 30 als Durchschnitt. Das reicht aber in der Wassermühle lange nicht, alleine für die Kostendeckung sind mindestens doppelt so viele Zuschauer nötig. (cy)

Etwa 60 Zuschauer pro Vorstellung sind in der Wassermühle nötig, damit die Kosten gedeckt sind. Das hat letzte Saison selten geklappt. Daraus zieht einer der Veranstalter seine Konsequenzen. Helge Nickel bald einen Schlussstrich. „Wir werden im Herbst noch einige Konzerte anbieten, da wir da noch längerfristige Vorabsprachen getroffen haben und die Reihe dann wahrscheinlich 2014 ausklingen lassen“, kündigt er an.
Für Elke Baum sind die Verluste nicht ganz so tragisch. Neben Konzerten, die sie in Eigenregie organisiert, kommen Veranstaltungen für die Gemeinde. Hier steht der kulturelle Auftrag im Vordergrund, der aber auch nicht in ein Zuschussgeschäft ausarten darf. Oliver Mesch, bei der Gemeinde verantwortlich für die Wassermühle, gibt sich optimistisch: „Mit unserem Programm wird der kulturelle Auftrag ernst genommen und alle Sparten bedient.“ (cy)
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