Zukunft des Badlantic ungewiss

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Badlantic-Chefin, Branka Trube, vor dem Sportbecken. Foto: hs

Leitung wechselt, Stadt verhandelt Vertrag neu

Ahrensburg. Sie stand immer wieder in der Kritik: Politiker beklagten, dass sie zu wenig spare und kaum innovative Ideen habe.
Nun hat die Geschäftsführerin des Badlantics, Branka Trube, zum 30. November gekündigt. Sie wolle sich nach knapp zehn Jahren beruflich verändern, erklärte sie.
„Bis Ende November wird nicht genug Zeit sein, eine ausreichend qualifizierte Person zur Besetzung der freien Stelle zu finden“, sagt Thomas Bellizzi (FDP). Die Tendenz zeige daher in Richtung einer Übergangslösung. Bellizzi hatte die Geschäftsführerin bereits im Vorfeld stark für ihre Arbeit kritisiert, kommentierte Trubes Kündigung: „Der Schritt war zwingend notwendig, es wurde Zeit.“
Auch das Badlantic selbst ist schon länger ein Problemkind der Stadt: Mit einem jährlichen Defizit von über 1,5 Millionen lässt sich die Stadt den Betrieb des Freizeitbades einiges kosten. Zudem steht die Stadt in Vertragsverhandlungen mit Norddirekt, einer Tochterfirma von E.ON Hanse. Norddirekt ist mit 49 Prozent an der Badlantic Betriebsgesellschaft beteiligt, die Stadt hält 51 Prozent der Anteile. In den Verhandlungen geht es unter anderem um die Auflösung des Leistungs- und Liefervertrags und darum, ob die Stadt die Anteile von Norddirekt erwirbt.
Branka Trube zieht eine positive Bilanz ihrer Zeit als Geschäftsführerin. „Es ist nicht immer ganz einfach gewesen“, sagt sie. Aber die Arbeit habe ihr Spaß gemacht. Zurückblickend sagt sie: „Wir haben einiges geschafft.“ So wurde in den vergangenen Jahren das Dach des Badlantics saniert und das Bad energetisch saniert. Zudem wurde das Kursangebot ausgebaut. Neu ist auch der Kracks-Club. Außerdem sei der Vereinssport jetzt geblockt, damit sich die Vereinsschwimmer und die Individualschwimmer nicht in die Quere kommen, so die Geschäftsführerin. Das von der Kommunalpolitik geforderte stärkere Sparen sei nicht immer leicht umzusetzen, sagt Trube. Wenn die Stadt seinen Einwohner ein Freizeitbad bieten wolle, sei das mit Kosten verbunden.
Der Aufsichtsrat der Badlantic Betriebsgesellschaft tagt am
24. Oktober und wird dann entscheiden, wie es mit dem Freizeitbad weitergehen soll. (hs)
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