Zwei neue Streetworker

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Jörn Brücken (v.l.) und Fabian Josten sind die beiden Streetworker in Bargteheide. Wer in Not ist, kann sich vertrauensvoll an sie wenden. Foto: cs

Jörn Brücken und Fabian Josten helfen Menschen in Not

Von Christina Schlie
Bargteheide. Ein Licht am Ende des Tunnels scheint nicht in Sicht und die Situation wird immer aussichtsloser.
Auch im beschaulichen Bargteheide gibt es Menschen am Rande der Gesellschaft, die dringend Hilfe benötigen. Obdachlosigkeit, Alkohol- oder Drogenkonsum macht auch vor den Toren einer Kleinstadt nicht Halt. Wer gar nicht mehr weiß, wohin, kann sich an Fabian Josten und Jörn Brücken wenden.
Die beiden Streetworker sind seit einiger Zeit gemeinsam auf den Straßen unterwegs. Aufgewachsen in und um Bargteheide kennen sie sich aus. „Das ist ein großer Vorteil“, hat auch Kirsten Kröger von „tohus“, der Einrichtung, die mit dem Projekt Streetwork beauftrag ist, längst erkannt. „Vertrauen ist die grundlegende Basis“, so Fabian Josten. Neben dem Erstkontakt geht es dem Streetworker auch um Suchtbegleitung und Motivation. „Doch die Betroffenen müssen von alleine wollen“, erklärt der Sozialpädagoge. „Oft geht es anfangs um Sofortmaßnahmen und Stabilisierung der Grundbedürfnisse, doch das Ziel sollte eine weiterführende Therapie und Sozialisierung sein“, erläutert Jörn Brücken. Nicht selten haben die Betroffenen ein großes Defizit auf der Beziehungsebene.
Respekt und ein Kontakt auf Augenhöhe mit den Hilfebedürftigen ist den Streetworkern wichtig, das „Sie“ gehört zum Umgangston, es wird nicht angeklagt oder verurteilt. „Vertraulichkeit, Parteilichkeit und Schweigepflicht“ sind die drei Säulen der Straßen-Sozialarbeit betont Kirsten Kröger. Noch sind es 15 Stunden wöchentlich, die das Duo auf den Straßen der Stadt unterwegs ist. Traberstieg, im Stadtpark, auf dem Spielplatz Alter Sportplatz oder vor dem Rewe-Supermarkt sind die Plätze, die sie aufsuchen.
Aber natürlich sind sie auch jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr in ihrem Büro im Traberstieg 7 anzutreffen. Wenn der Sozialausschuss auf seiner nächsten Sitzung zustimmt, kann das Zeitkontingent ab September auf 20 Stunden aufgestockt werden. „Der Bedarf vor Ort ist auf jeden Fall vorhanden“, so Josten. Monatlich knüpfen die Beiden an die 25 Neukontakte, 15 Menschen konnten sie bereits in weitere Einrichtungen vermitteln. Die positive Mund-zu-Mund-Propaganda hilft, sich zu etablieren und von der Szene akzeptiert zu werden. (cs)

Wer die Streetworker erreichen möchte, kann dies vor Ort oder unter tel.: 0170-9161449 oder 0170/ 330 13 96.
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