„Großeltern“ in der Kita

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Effi (v.l.), Kita-Leiterin Lena Anders, Albion, Uwe Martens und Sophie Fotos: stb

DRK startet generationenübergreifendes Projekt in der Krippe Niebüllweg

Von Stella Bandemer
Ahrensburg. Die Krippe Niebüllweg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Ortsteil Gartenholz startet mit einem generationsübergreifenden Projekt. Uwe Martens (79) und Marianne Hildebrandt (70), die nebenan im Haus Gartenholz, einer Seniorenwohnanlage für betreutes Wohnen leben, besuchen ab sofort zweimal in der Woche die Kinder der Einrichtung. Eine Stunde lang basteln, malen, kneten und singen sie zusammen mit den Kindern der Krippe. Und die Kleinen finden es prima. Nicht alle haben ihre Großeltern in der Nähe. Dabei ist die Zuwendung von Menschen dieses Alters oft eine besonders intensive.
„Für die Kinder ist es immer ein totales Highlight“, sagt Leiterin Lena Anders. Schnell haben sie sich an ihre neuen „Teilzeit-Omas und -Opas“ gewöhnt. Und auch die älteren Menschen blühen auf, haben sie jetzt eine Aufgabe. „Es gibt nichts Schöneres als Kinder“, meint Marianne Hildebrandt.
Die 70-Jährige ist in der Krabben-Gruppe, Uwe bei den Seesternen mit jeweils zehn Kindern. Marianne putzt Nasen, Kinder wollen auf ihren Schoß oder mit ihr spielen. Uwe tollt liebevoll mit den Kleinen herum und zeigt ihnen, wie man aus Knete eine Raupe formen kann. Da sie gleich nebenan wohnen, können Marianne und Uwe den Kindern von ihrem Balkon aus beim Spielen zusehen. Durch den persönlichem Bezug stört sich niemand an lauten Kindergeschrei. „Es ist schön zu sehen, wie die Kinder sich auf mich freuen“, erzählt Uwe Martens.
Und wenn die Senioren mal nicht können, vermissen sie die kleinen. „Es tat mir richtig im Herzen weh, die Kinder spielen zu sehen und nicht bei ihnen sein zu können“, sagt die Seniorin, die wegen einer Erkältung nicht in die Einrichtung durfte. Uwe Martens: „Ich würde sehr gerne mit den Kindern zu Weihnachten Plätzchen backen“.
Die Mitarbeiter der Krippe freuen sich, über neue Anregungen und die Unterstützung. Lena Anders: „Das Projekt ist eine Bereicherung für alle.“ Für die Zukunft könnte sich die Kita-Chefin auch vorstellen, dass die Kinder einmal die Senioren besuchen kommen.
Am Ende singt Uwe Martens mit den Kindern noch ein Lied, dann muss er sich verabschieden. „Tschüss Opa“, sagen die Kinder und freuen sich aufs Wiedersehen.
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