Rettungshundestaffel Stormarn

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Franziska Gütte mit ihrer Hündin Wilma. Spielend lernt die Hundedame, Kommandos zu befolgen. Foto: cs

Spürnasen können Menschen helfen, zu überleben

Bad Oldesloe. Fuß, Sitz, Platz: Die Befehle sind für die vierjährige Mischlingshündin Wilma keine Herausforderung. Ihr Trumpf ist ihre sensiblen Nase, die kann Leben retten. Die Hundedame ist einer von vierzehn Hunden der Rettungshundestaffel Stormarn. Wilma gehört zur Gymnasiastin Franziska Gütte (18). Gemeinsam bilden sie ein Rettungsteam.
Franziska ist seit ihrem neunten Lebensjahr in der DLRG-Rettungshundestaffel aktiv. Anfangs spielte sie bei Übungen das Opfer. Seit vier Jahren ist Hundin Wilma ihre treue Begleiterin. Zweimal wöchentlich übt das Duo für den Ernstfall.
So, wie die menschlichen Retter Warnjacken tragen, an denen sie zu erkennen sind, haben auch die Vierbeiner ihre „Arbeitskleidung“ beim Training. „Schon gleich beim Überstreifen der Kenndecken merken die Hunde: Jetzt geht’s los!“, sagt Franziska. Im Training üben die Tiere, Personen, die verborgen irgendwo liegen, hocken oder erhöht sitzen, zu erschnüffeln und durch lautes Bellen anzuzeigen. „Für die Hunde ist das ein Spiel, denn wenn sie erfolgreich waren, gibt es ein Leckerli und ihr Lieblingsspielzeug“, erläutert die junge Frau.
Zu echten Einsätzen darf sie erst seit diesem Jahr mit ausrücken, denn die Volljährigkeit ist Voraussetzung, für die Hunde ist es die Prüfung „Fläche 1“. Zwei Jahre dauert die Ausbildung, bis ein Hund in der Lage ist, auf 50.000 Quadratmetern in einer halben Stunde bis zu zwei Personen aufzuspüren. Wilma kann das.
Für die Helfer am anderen Ende der Leine gehört Karte und Kompass lesen, Funk, Taktik, ein Erste-Hilfe-Sanitätslehrgang sowie Erste Hilfe am Hund zur Ausbildung. Geübt wird dies durch Auslegen von Ködern: Kleidung an der Leichengeruch haftet oder Plazenta.
Meist aber werden vermisste, demente Rentner oder Suizidgefährdete gesucht. Mitmachen bei der Rettungshundestaffel kann jeder, mit und ohne eigenen Vierbeiner. Wer Interesse hat, kann sich unter E-Mail
rettungshunde@stormarn.dlrg.de bei Knut Harder melden. (cs)
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