Schlangen züchten - ein besonderes Hobby

Anzeige
Königspython-Zucht: eine Aufgabenstellung für besonders erfahrene Terrarianer (Foto: Bildquelle: Atelier Terra)

Die Terraristika, die weltweit größte Terraristikmesse, ist in Deutschland zuhause. Regionaler Bekanntheit erfreut sich die Reptilienbörse Hamburg Farmsen mit dem Hamburger-Terrianer-Tag. So ist es keine Überraschung, dass sich die Schlangenhaltung größter Beliebtheit erfreut - wie hier bei einem Bad Segeberger Feuerwehrmann. Doch viele Terrarianer sind mit der bloßen Haltung nicht zufrieden; sie möchten Schlangen züchten. Bisher gibt es in Deutschland keine eingetragenen Züchtervereine, allerdings ist es möglich, sich in das Register der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) aufnehmen zu lassen. Gewerbliche Züchter sind zudem verpflichtet, die "Terraristikprüfung nach § 11 Tierschutzgesetz" als besonderen Qualifikationsnachweis beim DGHT abzulegen – Ausnahmen sind möglich, wenn nur eine Schlangenart gezüchtet wird. Sie wird von allen Amtsveterinären im deutschen Raum anerkannt und dient dem Fähigkeitsnachweis zur artgerechten Haltung von Terrarientieren.

Weshalb stellt Schlangen züchten eine Verlockung dar?

Diese Frage lässt sich durch eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichsten Schlangenarten beantworten. Es existiert eine enorme Artenvielfalt, welche sich bereits in den verschiedenen Nahrungsvorlieben der Tiere zeigt; so gibt es Schlagen, die bevorzugt Eier, Kleinsäuger oder andere Reptilien verschlingen - kannibalische Arten sind ebenfalls bekannt.

Königspython Zucht

Zu den beliebtesten Schlangenarten in Deutschlands Wohnräumen gehört der Königspython. Der Königspython (Python regius) erreicht im adulten Stadium eine Länge von circa 130 Zentimetern und ist mit etwa drei Jahren geschlechtsreif. Um eine erfolgreiche Königspython Zucht zu verzeichnen, werden selbstverständlich zwei Tiere unterschiedlichen Geschlechts benötigt. Männchen und Weibchen sollten bis zur Paarungszeit getrennt voneinander und bereits einige Monate vorher in einem künstlichen Winter gehalten werden. War die Paarung erfolgreich, legt das Weibchen nach 3 bis 4 Monaten der Trächtigkeit drei bis 14 Eier, aus welchen nach etwa 60 Tagen mit Hilfe von Brutgeräten und Brutsubstraten - siehe hierzu:http://www.terrariumversand.de/brutgeraete-brutsubstrate---377.html - die Jungen schlüpfen. Während dieses gesamten Zeitintervalls sollte die Luftfeuchtigkeit bei 90 bis 95 Prozent gehalten werden.

Giftschlangen in Deutschland

Viele Terrarianer lockt die Zucht mit Würgeschlangen nicht – für sie stellen giftige Schlangenarten einen besonderen Reiz dar. Die Haltung und Zucht von Giftschlangen in Deutschland ist in acht von 16 Bundesländern (Bayern, dem Saarland, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Berlin, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein) nur mit einer amtlichen Genehmigung durch einen Amtstierarzt erlaubt.

Grundsätzlich gilt - sowohl für die Giftschlangenzucht, als auch für die Zucht anderer Exoten: Fachliteratur und Gespräche mit professionellen Züchtern sind unabdingbar, damit weder Mensch noch Tier bei diesem besonderen Hobby zu Schaden kommen.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige