Immer mehr Einbrüche

Anzeige
In Ahrensburg gibt es viele Diebstahlversuche Symbolfoto: thinkstock

Ahrensburg ist weiterhin Kreishauptstadt der Kriminalität

Von Finn Fischer
Ahrensburg
Die Zahl der Verbrechen ist im Kreis Stormarn im vergangenen Jahr leicht angestiegen. In Ahrensburg gab es einen leichten Rückgang von sieben auf 2.712 Straftaten. Damit bleibt die Schlossstadt Kreishauptstadt der Kriminalität, gefolgt von Geesthacht (2.143) und Bad Oldesloe (2.103). Im Bereich der Polizeidirektion Ratzeburg lässt sich ein äußerst übersichtlicher Anstieg der registrierten Kriminalität feststellen. Trotz dieses geringen Anstiegs lebt es sich in den beiden Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn weiterhin vergleichsweise sicher. Sorgenkind der Polizeidirektion Ratzeburg bleibt der Wohnungseinbruchdiebstahl. In diesem Deliktsbereich hat es starke Anstiege gegeben, die weit über dem Landesschnitt liegen. In Ahrensburg kam es 2015 zu insgesamt 312 Einbrüchen. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 112 Taten, also 56 Prozent. Auffallend, so heißt es in der Kriminalstatistik, ist in diesem Deliktsbereich der hohe Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger, die die These des Agierens internationaler Tätergruppierungen zu bestätigen scheint. Insbesondere im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls ist die Polizei auf Informationen aus der Bevölkerung über verdächtige Beobachtungen angewiesen. Weiterhin sind die Bemühungen zum verstärkten Schutz der eigenen vier Wände fortzusetzen oder zu intensivieren, empfiehlt die Polizei.

Unterdurchschnittliche Aufklärungsquote


Auch in diesem Jahr ist für die Polizeidirektion Ratzeburg eine unterdurchschnittliche Aufklärungsquote festzustellen. Diese resultiert wesentlich aus den Zahlen des Kreises Stormarn. Die Aufklärungsquote ist in weiten Teilen von der Deliktsstruktur abhängig. Im Landesvergleich ist der Anteil der Diebstahlkriminalität, die eine geringe Aufklärungsquote aufweist, im Kreis Stormarn besonders hoch. Sie liegt bei knapp zehn Prozent über dem entsprechenden Anteil des Landes und ist im Vergleich zum Vorjahr (49,1 Prozent) noch einmal um 3,5 Prozent angestiegen. Gleichzeitig sind die Körperverletzungsdelikte zurückgegangen, die in der Regel schnell aufgeklärt werden. Der Diebstahlsbereich zeichnet sich durch einen überdurchschnittlich hohen Versuchsanteil aus. Versuchstaten bieten grundsätzlich weniger Spurensicherungsansätze und nicht die Möglichkeit, Diebesgut zu verfolgen. Sie sind laut Polizei daher grundsätzlich schwerer aufzuklären. Insgesamt sind die Zahlen überörtlicher Täter deutlich höher als im Landesvergleich. Hier erschwert die Anonymität Hamburgs vielfach die Ermittlungen. Die Entwicklung der Kriminalität nichtdeutscher Tatverdächtiger bezeichnet die Polizei vor dem Hintergrund des Anstieges dieser Bevölkerungsgruppe als unauffällig.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige