Am Drachen übers Wasser fliegen

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Klaus Heimer beim Kiten in Ägypten. Sein Verein, SUS Stormarn, hat sein Stammrevier auf der Insel FehmarnFoto: wb

Surf- und Skiclub bietet Kitekurse an und lädt zum Sommerfest ein

Von Hans-Eckart Jaeger
Bargteheide. Es sollte ein tolles Wochenende werden, ganz nach dem Geschmack der Kitesurfer. Endlich wollten sich die Mitglieder des Surf- und Skiclubs Stormarn mal wieder in der Ostsee vor Fehmarn nach Herzenslust austoben. Doch es kam anders: Als die erste Gruppe am Freitagabend auf dem Campingplatz Strukkamphuk eintraf, merkten es alle sofort: Der Wind spielt nicht mit. Windstärke zwei ist nicht gerade ideal für erfahrene Kitesurfer.

Wind reichte nicht aus

Klaus Heimer (47) gehört seit sieben Jahren dem Verein an, der seine Geschäftsstelle in Bargteheide hat und der 250 Mitglieder zählt. Seit vier Jahren ist er Abteilungsleiter der Kite-Spezialisten. Als er am Wochenende die Windverhältnisse vor Fehmarn testete, war er ein wenig enttäuscht. „Die Sonne scheint, wir können Beachvolleyball, Fußball oder Volleyball spielen“, sagte er, „fürs Kiten reicht der Wind aber wohl nicht.“

Mit dem Lenkdrachen übers Wasser gezogen

Nur manchmal, als der Wind etwas auffrischte und Stärken zwischen sechs oder sieben Knoten erreichte, wagten sich die Kitesurfer des SuS Stormarn dann doch aufs Wasser.
Beim Kitesurfen steht der Sportler auf einem Board und wird von Lenkdrachen, Kite genannt, über das Wasser gezogen. Die „Kitebar“ verbindet den Sportler über etwa 25 Meter lange Steuerungs- und Sicherheitsleinen mit dem Kite und ermöglicht dessen Steuerung, was die Richtung und die Kraftentwicklung betrifft.
Schon als Jugendlicher lernte Klaus Heimer die Geheimnisse des Windsurfens kennen. Später, als das Kitesurfen im Trend lag, wechselte er. „Kitesurfen ist eine faszinierende Wassersportart, sie holt Kinder und Jugendliche von den Spielkonsolen weg“, sagt Heimer. Jedes Jahr im März fliegt er mit einer Gruppe zum Surfen nach Ägypten. Besonders die Jüngeren unter ihnen sind immer vollauf begeistert. Seit 25 Jahren ist der Campingplatz auf Fehmarn von Mai bis September ein beliebter Treffpunkt für SuS-Mitglieder. Mehrere Wohnwagen stehen ihnen zum Übernachten zur Verfügung. „In unserem Verein bekommt man Alt und Jung an einen Tisch, wir haben eine Menge Spaß“, sagt Klaus Heimer. Bis zum späten Abend sitzen sie zusammen und freuen sich auf den nächsten Tag – wenn hoffentlich der Wind mit den Kitesurfern ein Einsehen hat.
Regelmäßig bietet die Surfabteilung Schnupperkurse an. Am
10. August gibt es wieder das traditionelle Sommerfest. „Wer das Kitesurfen erlernen möchte, ist herzlich willkommen“, sagt Klaus Heimer. Tel.: 04535/27 98 89.
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