Bad Oldesloerin bei Olympia

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Julia Görges ist aktuell die Nr. 24 der WTA-Tennisweltrangliste. Foto: pi

Tennisspielerin Julia Görges bestreitet am Wochenende ihr Erstrundenmatch

Bad Oldesloe. Julia Görges kehrt nach Wimbledon zurück. Einen Monat, nachdem die 23-jährige Tennisspielerin aus Bad Oldesloe beim ältesten und prestigeträchtigsten Turnier auf dem „Heiligen Rasen“ in der Runde der letzten 32 an der Serbin Ana Ivanovic gescheitert war, geht es diesmal um olympische Ehren. Am 28. oder 29. Juli bestreitet sie auf einem der Grasplätze des ehrwürdigen Tennisclubs im Stadtteil von London ihr Erstrundenmatch. Die Gegnerin steht noch nicht fest.
Die Generalprobe verlief nicht nach ihrem Wunsch. Als Nummer zwei beim Turnier in Bastad/Schweden gesetzt, scheiterte die Weltranglisten-24. vor einer Woche überraschend im Achtelfinale mit 6:7, 2:6 an der Slowenin Polona Hercog. Einen Vorteil hatte diese Niederlage allerdings: Julia kann sich ein noch einige Tage mehr auf das große Abenteuer Olympia vorbereiten.
Wie stehen ihre Chancen? „Es kommt auf die Auslosung an“, sagt sie. Eines jedoch ist klar: „Jule“ kann, wenn sie in Wimbledon in Bestform antritt, gegen nahezu jede Gegnerin mithalten. Schließlich hat sie schon zweimal die ehemalige Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (22) aus Dänemark (jetzt Nr. 8) besiegt. Und im vergangenen Jahr erzielte sie mit dem Finalsieg in Stuttgart ihren größten Erfolg.

Spielt seit früher Kindheit

Julia Görges, Tochter eines Versicherungskaufmannes aus Bad Oldesloe, spielt schon seit ihrem fünften Lebensjahr Tennis. „Meine Eltern brachten mich in einen lokalen Club, in dem sie selber spielten“, erzählt sie auf ihrer Homepage. „Als ich älter wurde, schaute ich immer Tennis im Fernsehen und war ein echter Fan, besonders der Schweizerin Martina Hingis.“ Irgendwann, als sie schon viele Juniorenturniere spielte und die Schule beendet hatte, fragte sie ihre Eltern, wie sie Profi werden könnte. Das war der Start einer bemerkenswerten Karriere, die noch lange nicht den Zenit erreicht hat.
Hat sich ihr Leben verändert? „Ja“, sagt Julia, die in ihrer Freizeit regelmäßig im Fernsehen die Biathlon-Wettkämpfe verfolgt. „Mein Manager und ich waren schon überrascht, wie groß das Interesse in Deutschland plötzlich geworden ist. Am Anfang ist es ungewohnt, aber man wächst da schon hinein. Allgemein spürt man in Deutschland den Aufschwung im Tennis. Die Aufmerksamkeit ist höher, die Spiele, wie zum Beispiel der Fed-Cup, werden wieder vermehrt im TV übertragen. Das ist schön zu sehen, genau das wollten wir ja erreichen.“
Ein Glückstreffer ist ihr vor einigen Monaten gelungen, sie ist die Nachfolgerin von Mode-Queen Heidi Klum - was das Sponsoring betrifft. Julia Görges wirbt für Katjes-Produkte und sagt: „Einen Werbevertrag zu bekommen ist etwas Tolles und die Folge von erfolgreicher Arbeit auf dem Tennisplatz. Das ist für mich eine große Ehre, Nachfolgerin von einer Berühmtheit wie Heidi Klum zu sein. Ich werde versuchen den Job so gut wie möglich zu machen, ohne mein Tennis zu vernachlässigen.“ Bei den Olympischen Spielen in London will Julia Görges das beweisen. (jae)
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