Renn-Legende in Trittau

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Walter Röhrl wird am Wochenende bei der Stormarn Rallye als Stargast dabei sein Foto: Porsche
 
In diesem Audi Quattro S1 wird Rennsportlegende Walter Röhrl zusammen mit Klaus Hartjen als Vorwagen fahren Foto: Klaus Frieg

Walter Röhrl kommt zur Rallye Stormarn am kommenden Sonnabend

Von Manuela Keil
Trittau
Es wird ein Treffen von Rennsportlegenden: Der zweifache Rallyeweltmeister Walter Röhrl kommt mit seinem Beifahrer Christian Geistdörfer und Ex-Europameister Jochi Kleint am Sonnabend, 28. März, nach Trittau. Anlass ist das Projekt „Wiedergeburt einer Rallyelegende“ zur 32. ADAC Stormarn Rallye, bei dem es um den legendären Ford Capri geht, mit dem Röhrl einst seine Rennlaufbahn begann. Die prominenten Rennfahrer werden für Fragen, Autogramme und Fotos zur Verfügung stehen und Röhrl wird zusammen mit Ehrenpräsident Klaus Hartjen im Audi Quatro 1 ein paar Runden drehen.
Geschicklichkeit gehört dazu, fahrerisches Können und ein gutes Zusammenspiel von Fahrer und Beifahrer.
Wenn um 13 Uhr zur 32. Stormarn Rallye der erste der rund 50 Wagen in Trittau starten und ihm die anderen im Minutentakt folgen, sind die Nerven der Teilnehmer angespannt. Schließlich geht es um Schnelligkeit und am Ende oft um nur hundertstel Sekunden Unterschiede. Wer wird diesmal der Sieger? Im vergangenen Jahr waren es Benjamin Hink und Sascha Birko mit ihrem BMW.
„Das ist Hochleistungssport und eine Leidenschaft“, sagt Klaus Frieg, Sprecher des Veranstalters Motorsportclub (MSC) Trittau. „Viele meinen, sie könnten da einfach so mitfahren.“ Für die Teilnahme benötigt der Fahrer eine Lizenz vom deutschen Motorsportbund und darf dann national fahren, sofern auch die ärztliche Untersuchung keine Einwände bringt. Jeder ab 18 Jahren und mit einem Führerschein kann versuchen, eine Lizenz zu erhalten. Eine Altersbegrenzung gibt es nicht. Frieg: „Das Ziel des Motorsportclubs ist es, ein bundesweit attraktives Motorsportereignis in der Region Trittau anbieten zu können und an einem Tag alle Belange der Motorsportler abzudecken, in einem Bundesland mit langer Rallyetradition, dadurch, dass wir an dem Wochenende drei verschiedene Veranstaltungen anbieten: Stormarn Rallye, Stormarn Classic und die Stormarn Retro Veranstaltung.“
Welche Strecke genau es ist, bleibt bis Sonnabendvormittag geheim. Erst nach der technischen Abnahme der Fahrzeuge und der Papierabnahme, können die Teams die Wertungsprüfung einmal abfahren, bis es dann um 13 Uhr ernst wird. Bei dieser Fahrt prüft vor allem der Beifahrer kritische Kurven und Punkte auf der Strecke und macht sich dafür Notizen in seinem „Gebetbuch“, wie es in Rallyekreisen heißt. Denn er muss dem Fahrer später bei der entscheidenden Fahrt die wertvollen Tipps „vorbeten“, damit beide am Ende möglichst am schnellsten ins Ziel kommen. Knifflig sind vor allem enge Kurven. Da heißt es schnell das Tempo drosseln und danach ebenso schnell wieder beschleunigen. Auf geraden Strecken wird schon mal 150 Stundenkilometer gefahren. Schließlich sind es auch spezielle Fahrzeuge, bei denen alles schneller ist, die aber auch größere Bremsanlagen haben und speziell aufgerüstet sind - Sportwagen eben. Bei den Fahrzeugen wird ebenfalls stark auf Sicherheit gesetzt. So sind die Fahrzeuge mit einer Sicherheitszelle ausgerüstet und müssen die Vorschriften des deutschen Motorsportbundes erfüllen.
„Die Wagen sind sicherer als normale Pkw“, sagt Experte Frieg. Interessant: Heute übliche Sicherheitsgurte und Scheibenbremsen kommen ursprünglich aus dem Rallyesport, wurden von Rennfahrern erprobt. Denn die Autoindustrie nutzt diesen Sport, um Autoteile vor der industriellen Fertigung zu testen. Aber auch bei der Strecke wird auf Sicherheit geachtet. So werden die geraden Teilabschnitte durch Strohballen gesichert. Außerdem wachen Streckenposten darüber, dass sich nicht ein Traktor, andere Fahrzeuge oder Fußgänger auf die abgesperrten Abschnitte verirren. Im Ziellokal Forsthaus Seebergen werden sich alle Teilnehmer dann nach der rasanten Fahrt stärken und Erlebnisse des Tages austauschen.

Programmhefte sowie weitere Informationen erhalten die Zuschauer am Sonnabend, den 28. März im Rallyezentrum auf dem Gelände der Firma Rohlf in der Bergmann-Hergenhan Straße in Trittau.

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