„Sein Potenzial ist genial“

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Freude über Platz drei: Marie-Theres Bahn und ihr Wallach Dr. House bei der Siegerehrung in Klein Flottbek Foto: H.-E. Jaeger

Grönwohlder Dressurreiterin Marie-Theres Bahn und Dr. House sorgen für Furore

Von Hans-Eckart Jaeger
Grönwohld. Sein Name ist Dr. House. Die Rede ist nicht von Dr. Gregory House, dem TV-Serienstar aus den USA, der zwischen 2006 und 2012 viele Millionen Zuschauer auch in Deutschland vor die Fernsehgeräte lockte

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Dr. House ist ein talentiertes Dressurpferd. Der acht Jahre alte Fuchswallach sorgt seit zwei Jahren mit seiner Reiterin Marie-Theres Bahn aus Grönwohld auf Turnieren für Furore. Gerade hat die 23-jährige Studentin beim Deutschen Derby für Teilnehmer unter 25 Jahre hinter Kathleen Keller aus Harsefeld und Anna-Lena Kracht aus Hamburg-Bergstedt den dritten Platz belegt. Eine Klasseleistung, die ihrem Vater Ronald Bahn (61) einschließlich der Qualifikationsleistungen ein Preisgeld von 1000 Euro in die Kasse brachte. Soviel hatte
Dr. House zuvor noch nie bei einem Turnier gewonnen.

Zenit noch nicht erreicht

Die ganze Familie hat dieses Pferd in ihr Herz geschlossen. Ronald Bahn genau so wie Ehefrau Iris, Marie-Theres sowieso, aber auch ihr Bruder Lennard (21), der als Fußballer beim Meiendorfer SV in dieser Saison eigentlich ganz andere Dinge im Kopf hat, schaut ab und zu vorbei. Lennard hat gerade einen Vertrag für das kommende Spieljahr beim Regionalliga-
Aspiranten SV Eichede unterschrieben. Zurück zu Dr. House: Der Dunkelfuchs ist erst acht Jahre alt. In diesem Alter haben Dressurpferde noch längst nicht den Zenit ihres Könnens erreicht. Im Gegenteil: Sie müssen noch behutsam auf größere Aufgaben vorbereitet werden.
„Wir haben seit zehn Jahren mit Karin Rehbein die weltbeste Trainerin, und deshalb sind wir zuversichtlich, dass es weiter vorwärts geht, denn Dr. House bringt alles mit, was ein Spitzen-Dressurpferd haben muss“, lobt Ronald Bahn. Karin Rehbein, mehrmalige Derbysiegerin gehörte viele Jahre zur Weltklasse. Sie musste dieses Jahr allerdings auf einen Start in Flottbek verzichten, weil sie sich kurz zuvor einen Bruch des Fußgelenkes zugezogen hatte.
Marktwert: 1 Million Euro
Was zeichnet das Pferd mit Namen Dr. House aus? „Er ist noch verspielt, ein richtiges Kind, ein Pferd zum Liebhaben, aber er macht seinen Job gut“, sagt Ronald Bahn. „Sein Potenzial ist genial. Sollte er sich weiter so entwickeln wie bisher, könnte er in zwei, drei Jahren einen Marktwert von einer Million Euro haben. Aber auch dann werden wir ihn nicht verkaufen. Schwach werden würde ich erst, wenn ein Interessent die doppelte Summe bieten würde.“
Das Dressurderby U25 wurde zum vierten Mal ausgetragen und gefördert von Rosemarie Springer (92), die von 1953 bis 1961 mit dem Verleger Axel Springer verheiratet war. Die „Grand Dame“ des Dressursports war selber fünfmal deutsche Meisterin und 1960 Olympiateilnehmerin in Rom.
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