Hamburg-Nord: Fluglärm durch Airbus nimmt zu

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Nicht nur die "Beluga"-Flotte von Airbus fliegt regelmäßig über Hamburg-Nord nach Finkenwerder (Foto: Kai Debus)
Hamburg: Hamburg-Nord | Immer mehr Beschwerden über "First Flights"

Lärm- und Abgasemissionen machen nachweislich krank und verursachen kaum absehbare Kosten im Gesundheitswesen. Einen nicht unerheblichen Anteil an diesen Emissionen hat in der Freien und Hansestadt Hamburg – neben dem Straßen- und Schifffahrtsverkehr – der Luftverkehr. Hier ist Hamburg-Nord in besonderem Maße vom „Hamburg Airport - Helmut Schmidt“ als auch durch Überflüge von und zu Airbus Operations in Hamburg-Finkenwerder betroffen. Während der Flughafen unter ständiger Beobachtung steht, hat sich Airbus bislang jeglicher Reglementierung entziehen dürfen.

Neben regelmäßigen Flügen der Airbus A300-600ST-Flotte („Beluga“) für den Transport von Flugzeugkomponenten, kommt es zu jährlich 400 bis 600 Test- und Abnahmeflügen („First Flights“) über Hamburger Gebiet – über 30 Prozent davon über Hamburg-Nord. Da Airbus die Zahl der Auslieferungen erhöhen will, wird die Zahl der Testflüge ab 2019 auf voraussichtlich über 700 pro Jahr ansteigen.

Bei den „First Flights“ werden alle Systeme und Notfunktionen der Flugzeuge während des Fluges getestet. Neben den triebwerksbedingten Lärm- und Abgasemissionen kommt vor allem der durch die Ram Air Turbine (RAT = eine spezielle Staudruckturbine, die als Notgenerator fungiert) erzeugte Lärm zum Tragen.

Airbus musste zum Schallpegel für Flugzeuge mit ausgefahrener RAT bislang keine Angaben machen. Fluglärmmessungen in Berlin haben jedoch gezeigt, dass bereits Regional Jets mit ausgefahrener RAT bei einer Flughöhe von rund 500 Metern einen Maximalpegel von 85 dB(A) erreichen.

Bisher hat sich noch keine Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft ernsthaft mit dem Problem beschäftigen wollen. Es ist an der Zeit zu handeln!
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