„Health Innovation Port“: Heilen per IT

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Volker Eckert von Philips zeigt der Senatorin eine in Fuhlsbüttel hergestellte Röntgenröhre Foto: Krause
Hamburg: Röntgenstraße 22 |

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks besucht Philips

St. Georg/Fuhlsbüttel Am 8. November 1895 entdeckte der studierte Maschinenbauer und Physiker Wilhelm Conrad Röntgen die von ihm so genannten X-Strahlen. Damit eröffnete sich für Mediziner erstmalig die Möglichkeit, in den Menschen hinein zu sehen, ohne ihn „aufzuschneiden“. Glasmacher Carl Heinrich Florenz Müller machte sich in Hamburg selbstständig und entwickelte neben Kunstgläsern und Pokalen, Glühlampen und Glasgeräte. 1896 stellte er im heutigen St. Georg in der Nähe des Steindamms erste Röntgenröhren her. In den 1920er Jahren wurde ein neues Fabrikgebäude in Hamburg-Fuhlsbüttel bezogen. Seit 1927 gehört das Werk zu Philips, seit 1987 zu Philips Medizin Systeme.

„Collaboration Space“ für Start-ups

Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks besuchte den, neben dem Flughafen, größten Arbeitgeber in Fuhlsbüttel, um sich mit einem Projekt vertraut zu machen, dass in dieser Form Modellcharakter hat. Der von Philips gegründete „Health Innovation Port“ (HIP) ist Hamburgs erster „Collaboration Space“ mit dem Fokus auf eHealth, Gesundheit und Medizintechnik. Hier gibt Philips ganz jungen Unternehmen – Start-ups – in optimaler Umgebung Gelegenheit, Ideen zu entwickeln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Gebiet der IT-gestützten Medizintechnik-Anwendungen. Wenn ein Arzt, der aus seinen Erfahrungen am OP-Tisch ganz gezielt Unterstützungsbedarf definiert, sich mit einem IT-Fachmann zusammen tut, dann kann aus dieser praxisorientierten Zusammenarbeit ohne die Hemmnisse einer Großorganisation, aber durchaus mit deren flankierender Unterstützung, Gutes entstehen.

„Virtual Surgery Instruktor“

So ein Team sind zum Beispiel Dr. med. Hans von Lücken, Oberarzt für Kopf- und Halschirurgie am Marienkrankenhaus und IT-Spezialist Sirko Pelzl. Gemeinsam führten sie der sichtlich beeindruckten Senatorin ihren „Virtual Surgery Instruktor“ vor. Bei dieser Technik wird eine bereits auf dem Markt befindliche Brille genutzt, mittels der der Chirurg bei der Operation virtuelle 3D CT- / MRT-Bilder über die zu operierende Position legt, die gleichzeitig ganz konventionell sieht. (fjk)
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