Integration durch Sport

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Gespannt folgten die Gäste aus Sport und Flüchtlingsarbeit den Vorträgen Foto: Haas
Hamburg: Lüttkoppel 1 |

Erstes Dialogforum vernetzt Helfer im Bezirk Hamburg-Nord

Von Waltraut Haas
Fuhlsbüttel
Rund 30 Ehrenamtler aus der Flüchtlingshilfe waren beim SC Alstertal und Langenhorn (SCALA) an der Lüttkoppel zu Gast und informierten sich ausführlich über wichtige Details und Förderungsmöglichkeiten rund um Sportangebote für Geflüchtete. Zugleich nutzten sie die Gelegenheit zum ausgiebigen Erfahrungsaustausch. Zum ersten Dialogforum im Bezirk Nord hatten der Hamburger Sportbund (HSB) und das Bezirksamt eingeladen.

Integration durch Mitmachen

Integration durch Sport? Übungsleiterin Scheib berichtete, wie Turnangebote für Flüchtlingskinder im SiB-Club an der Tangstedter Landstraße seit drei Jahren laufen, sprach Erfolge und Probleme an. Zuvor hatte Sportreferentin Susann Schönemann gezeigt, was beim SCALA gut ankommt. „Wir bieten keine Sportangebote speziell für Geflüchtete. Wir setzen von Anfang an auf Integration durch Mitmachen.“ In den Mannschaftssportarten Volleyball und Fußball klappe das bereits hervorragend. Familien melden laufend ihre Kinder an, ein junger Flüchtling engagiert sich als Fußball-Trainer, und mit der Fritz-Schumacher-Schule gäbe es eine enge Kooperation. Mitgliedsbeiträge würden gefördert durch das Bezirksamt. Sportreferentin Annika Waldeck (HSB) steuerte wichtige Informationen zum Stand des bundesweiten Programms „Integration durch Sport“ bei, gab Auskünfte zu Versicherungsfragen und Fördermöglichkeiten bereits angelaufener oder geplanter Sportangebote. Zudem empfahl Waldeck Qualifizierungsangebote des HSB für Ehrenamtliche.

Sondermittel stehen bereit

Über bezirkliche Fördermöglichkeiten sowie über verfügbare Zeiten zur Nutzung von Turnhallen standen Sportreferent Achim Kaliski und Integrationsreferentin Marjan Mobayyen Rede und Antwort. „Das Bezirksamt hält Sondermittel vor, sie müssen nur beantragt werden“, schloss Achim Kaliski sein Referat unter großem Beifall. Planung und Durchführung von Sportangeboten für Geflüchtete seien oft eine große Herausforderung. Sie wollten den Wunsch nach mehr Koordination und Kooperationen zwischen Sportvereinen, Wohnunterkünften und Flüchtlingsinitiativen dringend unterstützen, so der Tenor aller Referenten. Das erste Forum zu dieser umfassenden Thematik verlief konstruktiv, mit wertvollen Informationen sowie mit der Gelegenheit zu intensivem Austausch und Vernetzung.
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