„Malen tut der Seele gut“

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Sigrid Schiemann vor ihrem Lieblingsbild „Der Kuss“ von Gustav Klimt Foto: Jenjahn
Hamburg: Atelier Schiemann |

Sigrid Schiemann bietet in ihrem Atelier die Möglichkeit zur kreativen Entfaltung

Von Olaf Jenjahn

Fuhlsbüttel Besonders die Arbeiten von Gustav Klimt, Max Liebermann und Paula Modersohn-Becker haben es Sigrid Schiemann angetan. „Diese Künstler inspirieren mich“, sagt die Liebhaberin, die gerade diese alten Meister gern kopiert. „Doch das ist nicht einfach nur ein Abklatsch. Ich bringe auch eigene Ideen in meine Werke ein. So kann ich auch zeigen, was ich kann“, betont die Künstlerin.

Seit April betreibt sie ein kleines Atelier im Haus Fuhlsbütteler Damm 73. Hier stehen und entstehen viele Arbeiten. Sigrid Schiemann möchte sich nun aber öffnen und Menschen die Möglichkeit geben, mit Pinsel, Leinwand und Farbe auszuprobieren. „Ich möchte den Menschen mit Rat und Tat zur Seite stehen, denn Malen tut der Seele gut“, ist Schiemann überzeugt. Dienstags (18 Uhr) und mittwochs (15 Uhr) finden bereits Treffen mit Kunstinteressierten Menschen statt, eine weitere Aktion mit Kindern ist in Planung. „Ich konnte vor Jahren bereits meine Erfahrungen an Kinder der Stiftung Alsterdorf weitergeben. Bei der Eröffnung meines Ateliers kam eine mittlerweile junge Dame vorbei und hatte eine Mappe mit Arbeiten aus dieser Zeit dabei. Darüber habe ich mich sehr gefreut und auch die Besucher staunten“, erzählt Sigrid Schiemann.
Mit ihren kleinen Angeboten zum Erlernen und Vertiefen der Malerei möchte sich Sigrid Schiemann in ihrem Stadtteil einbringen. „Ich finde, Fuhlsbüttel fällt immer etwas hinter Langenhorn zurück“, glaubt die Malerin, die ihre Bilder bereits in den unterschiedlichsten Häusern ausstellen konnte. Dazu gehören das Poppenbütteler Einkaufszentrum, Bücherhallen oder Arztpraxen. Auch im italienischen Restaurant Tre Scalini hängen große Bilder der Fuhlsbütteler Künstlerin.

Apropos große Bilder: Auch das Lieblingsbild der Künstlerin hängt im Atelier. Es ist eine Reproduktion von Klimts „Der Kuss“, den Sigrid Schiemann einst in Wien im Original sah: „Ich habe das Bild mehrfach klein und dann zweimal in Originalgröße gemalt. Eines der 1,80 mal 1,80 Meter großen Gemälde habe ich für jemand Anderen gemalt, dieses ist nur für mich. Ich finde es so ausdrucksstark, es spiegelt so viel Empathie wider“, erzählt die Künstlerin.
Sigrid Schiemann möchte ihr Atelier künftig auch gern als Treffpunkt für Malerei- und Kunstinteressierte öffnen. „Bei Interesse könnte ich mir Abende vorstellen, an denen sich die Menschen hier treffen und über die Kunst plaudern. Vielleicht bietet sich auch meinen Schülern dann die Gelegenheit, ihre gemalten Bilder auszustellen und auf sich aufmerksam zu machen“, blickt Sigrid Schiemann in die Zukunft.

Kontakt: Sigrid Schiemann Fuhlsbütteler Damm 73, Telefon 040/592801,
Mail: sigridschiemann@alice-dsl.net
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