Nadelöhr zum Zebra

Anzeige
Hier ist bald kein Durchkommen: Rewe-Martleiter Michael Weirauch und Melanie Hetz vom Drachenlabyrinth vor der gewohnten Zufahrt Foto: mdt

Bauzaun: Händler fürchten weitere Umsatzeinbußen und Verkehrschaos

Von Marco Dittmer
Bramfeld
Wo geht’s denn hier zum Zebra? Mal eben den Wocheneinkauf mit
dem Auto erledigen, oder auf dem Weg zur Arbeit noch schnell beim Bäcker ranfahren, um einen Kaffee und ein Franzbrötchen einpacken – das wird bald am Einkaufszentrum Zebra künftig nicht mehr so einfach sein. Bauzäune werden in wenigen Tagen die gewohnte Zufahrt auf den Parkplatz und in die Tiefgarage versperren. Ein großes Schild vom ansässigen Rewe-Markt weist motorisierte Kunden auf eine Anfahrt an der Bramfelder Chaussee. Doch die drei Meter breite Einfahrt ist mit Beginn der Bauarbeiten die einzige Zufahrt zum Parkplatz und damit gleichzeitig Ein- und Ausfahrt.

Ampel ist nicht erlaubt


Laut dem Architektenbüro „Plan2 A“ ist die Regelung die beste Alternative, die zur Verfügung stand. Die Einzelhändler hatten lange auf eine Ampel gehofft, doch die ist laut Verkehrsexperten nicht erlaubt, weil sie in den Verkehr auf der Bramfelder Chaussee eingreifen würde. Es sei immer besser, wenn sich der Verkehr selbst regelt. Die Händler fürchten nun ein Verkehrschaos vor der eigenen Tür und Umsatzeinbußen. „Schon jetzt ist der Umsatz zwischen 20 und 30 Prozent eingebrochen“, sagt Phan Tuong, Besitzer des Lotto-Totto-Shops. Seine Marktnachbarn nicken zustimmend. An einem Wochenende im Januar machten Bauarbeiter die Zufahrt zum ersten Mal dicht. „Das sollte ein Test sein“ sagt Raimund Warlich vom Drachenlabyrinth. Und der ging laut Warlich gründlich nach hinten los. Zu den Stoßzeiten staute sich der Verkehr von der Einfahrt bis auf die Bramfelder Chaussee. Die Theorie der angepriesenen Eigenregelung, scheiterte schon beim ersten Zusammentreffen von zwei ein- und ausfahrenden Pkw.
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich eineinhalb Jahre andauern. Der Eigentümer, ein dänisches Immobilienunternehmen, baut auf dem Nachbargrundstück 19 Wohnungen. Ich bin zuversichtlich, dass wir schon deutlich früher die gewohnten Zufahrten wieder freimachen können“, sagt Jan Näfcke von dem Hamburger Architektenbüro.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige