Neuer Parkplatz-Poker in Langenhorn

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CDU-Politiker Nizar Müller ist zufrieden: Sechs neue Kurzzeitparkplätze sollen am Foorthkamp entstehen Foto: nik
 

Kommt der Ausbau kostenfreier Auto-Stellflächen am Foorthkamp?

Von Nicole Kuchenbecker
Langenhorn
Seit rund 40 Tagen ist der Park-and-Ride (P+R)-Parkplatz am Foorthkamp gebührenpflichtig. Die Auslastung schwankt – gefühlt von wenig bis noch weniger Fahrzeuge. Während Heino Vahldieck, Geschäftsführer der P+R Betriebsgesellschaft sich durchaus zufrieden zeigt, ist die CDU alles andere als glücklich mit der „Zwangsbeglückung“ und die SPD hat dabei gemischte Gefühle. „Für die Anwohner vor Ort war die gebührenfreie Situation natürlich sehr komfortabel. Für diese Menschen ist die neue Situation eine Verschlechterung. Da gibt es nichts drumherum zu reden“, sagt Thomas Kegat, Bezirksabgeordneter und Sprecher der SPD-Fraktion des Regionalausschusses. Dass der Druck durch die neue Parkplatz-Situation in der Nachbarschaft wächst, weiß auch Nizar Müller, CDU-Bezirksabgeordneter für Langenhorn. Zukünftig noch stärker, da in unmittelbarer Nähe, im Diekmoorweg, neuer Wohnungsbau entsteht. Müller und seine Partei haben eine gebührenpflichtige P+R-Anlage nicht gewollt. Das Argument, der Parkplatz sei schon immer ein P+R-Platz gewesen, lässt der Politiker nicht gelten. „Es war nie klar zu erkennen, dass es sich um einen P+R-Parkplatz handelte“, sagt Müller auf Nachfrage. Schilder, die den Parkplatz konkret auswiesen, fehlten in der Vergangenheit. Dafür gibt es die jetzt, deutlich an Ein- und Ausfahrt angebracht. „Es läuft langsam an“, sagt Heino Vahldieck, Geschäftsführer der P+R Betriebsgesellschaft. Der Platz sei zur Hälfte ausgelastet, so seine Einschätzung, und dass sei im erwarteten Rahmen. Allerdings verweist er darauf, dass die Zahlen bislang nicht sehr aussagekräftig seien. Zukünftig soll sich das aber ändern. Spätestens, wenn auch Norderstedt ein Entgelt für die Nutzung von P+R-Plätzen erhebt, könne sich der Platz in Langenhorn entsprechend füllen. Doch ob Norderstedt Gebühren einführen wird, entscheidet sich erst in dieser Woche. Die Kurzzeitparkplätze vor Kindertagespflegestelle und Kiosk sind gefragt. Hier ist es erlaubt, sein Fahrzeug eine Stunde lang kostenfrei abzustellen. Vier Autos passen auf den vorhandenen Haltestreifen. Nun sollen auf der gegenüberliegenden Seite nochmals sechs kostenlose Parkplätze entstehen. Hier sind die Plätze derzeit noch durch neue Beschilderung nur als Halteflächen ausgewiesen. „Unsere CDU-Initiative war erfolgreich und wird jetzt vom Bezirksamt unterstützt. Der intensive Austausch mit Gewerbetreibenden und Anwohnern vor Ort hat sich gelohnt. Neben den vier Kurzzeitparkplätzen werden weitere sechs Stellplätze an der Ladenzeile Ecke Foorthkamp zur Verfügung gestellt, um die inhabergeführten Nahversorger zu unterstützen“, sagt Müller. Offen bleibt, ob die vier Parkplätze direkt vor dem Gewerbe in acht umgebaut werden können. Das wäre eine zusätzliche Maßnahme, um noch weitere kostenfreie Stellflächen zu schaffen. Kegat: „Die vier vorhandenen Kurzzeitparkplätze vor der Ladenzeile könnten, wie eine vom Regionalausschuss angeregte Prüfung ergeben hat, tatsächlich auf sogar zehn Parkplätze erweitert werden. Das ist ein gutes Zwischenergebnis. Allerdings mit einem dicken Wermutstropfen: Ein solcher Umbau würde ca. 40.000 Euro kosten und konkurriert natürlich mit anderen wünschenswerten Verkehrsprojekten im Bezirk. Wir müssen hierzu die Entscheidung des Verkehrsausschusses abwarten.“ Und diese wird von den Politikern nicht mehr in diesem Jahr erwartet.

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