Sie wollen die Post in Klein Borstel retten

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Manfred Thiele vom Heimatverein Klein Borstel (v.l.), Martina Lütjens, Richard Seelmaecker und Vincent Mencken vom Kirchenvorstand Maria Magdalenen sammeln Unterschriften Foto: Seelmaecker
Hamburg: Stübeheide |

Kampf um den Erhalt der Filiale läuft wieder auf Hochtouren

Von Ulrich Thiele
Klein Borstel
Muss Klein Borstel mit der Schließung seiner Postfiliale rechnen? Das befürchten zumindest die CDU-Bezirksabgeordnete Martina Lütjens und ihr Kollege Richard Seelmaecker aus der Bürgerschaft. Hinweisen zufolge zweifle die Deutsche Post AG an der Effizienz der Filiale in dem Stadtteil, der sich aufgrund seiner eigenen Versorgungsmöglichkeiten gerne als „Dorf mitten in der Großstadt“ bezeichnet. „Klein Borstel ist ein Stadtteil, der besonders für junge Familien attraktiv ist. Ob Bäckerei, Friseur, Apotheke, Sparkasse, Post und weitere Geschäfte, alles ist für die Anwohner zu Fuß erreichbar. Nun aber ist Hinweisen zufolge das Postbankgeschäft in der Filiale der Deutschen Post AG an der Stübeheide in Gefahr“, erklärt Martina Lütjens. Die Sorge ist für alteingesessene Klein Borsteler keine Neuigkeit. Bereits 1993 zeigten die Bewohner, wie wichtig ihnen eine fußläufig erreichbare Postfiliale im eigenen Stadtteil ist. Damals hatten aufgebrachte Bürger nach Bekanntgabe der beabsichtigten Schließung die Filiale gestürmt und besetzt. Der Aufstand erregte überregional Aufsehen. So bemühten sich Politiker aus Bonn und hohe Beamte vergeblich um Besänftigung, außerdem berichteten „Die Zeit“ und die ARD-„Tagesschau“ über den Prostest in Klein Borstel. Am Ende kam es zu keiner Schließung.

Post-Versorgung gewährleisten


Jetzt teilte der Senat nun auf Anfrage mit, dass die Post regelmäßige Überprüfungen des Dienstleistungsangebots durchführt. Eine solche Prüfung findet derzeit statt. Der Heimatverein Klein Borstel und die CDU befürchten eine Einschränkung des Angebots mit fatalen Folgen. Würden die Postbankdienstleistungen eingestellt, könne der Betreiber der Filiale das Post-Geschäft nicht mehr lange halten, erklärt Lütjens. Auch Manfred Thiele, Erster Vorsitzender des Heimatvereins Klein Borstel, und Vincent Mencken, Kirchenvorstand Maria Magdalenen, wollen die mögliche Schließung der Filiale nicht akzeptieren. In den vergangenen Tagen haben sie bereits mehr als 1.000 Unterschriften gesammelt. „Schon 1993 haben wir uns erfolgreich für den Erhalt eingesetzt. Auch diesmal kämpfen wir für den Erhalt der Post in Klein Borstel. Eine Post-Versorgung in Klein Borstel muss gewährleistet sein“, sagt Manfred Thiele und zeigt sich kämpferisch.

Antrag gestellt


Ebenso entschlossen sind Lütjens und Richard Seelmaecker: „Wir werden hier am Ball bleiben und uns für den Erhalt der derzeitigen Dienstleistungen einsetzen“, verspricht Lütjens. Am 12. Juni wird sie beim Regionalausschuss Langenhorn-Fuhlsbüttel einen Antrag zur Erhaltung der Postfiliale einreichen. „Ich bin gespannt, ob Rot-Grün dem Antrag zustimmt.“
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