U-Bahnplaner mit bohrenden Fragen

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Die neue Nordvariante der geplanten U5 ist kürzer und somit kostengünstiger als die „Barmbeker Beule“ über Hartzloh und Rübenkamp Skizze: wb
Hamburg: Zwanckweg |

U-Bahnlinie 5: Untergrund der Nordvariante soll bis in 60 Meter Tiefe von Geologen erkundet werden

Von Michael Hertel
Barmbek
Die Hamburger Hochbahn startet Anfang September mit Probebohrungen in Barmbek-Nord und Steilshoop für eine mögliche Nordvariante der geplanten U-Bahnlinie 5 (Bramfeld - Osdorfer Born). Wie berichtet, ist der Bauherr von der ursprünglich geplanten Linienführung, der so genannten ‚Barmbeker Beule‘ durch die Straße Hartzloh in Richtung S-Bahnhof Rübenkamp und weiter zur Sengelmannstraße, abgerückt (das Wochenblatt berichtete). Favorisiert wird jetzt eine nahezu geradlinige Führung von Steilshoop über eine mögliche Haltestelle Nordheimstraße zur Sengelmannstraße. Der Grund: Verkehrsmodellrechnungen haben laut Hochbahn eine niedrige Zahl von Umsteigevorgängen am Rübenkamp ermittelt.

Bohrungen bis Anfang Dezember

Die neue Variante wäre rund 1,2 Kilometer kürzer und würde rund 200 Millionen Euro niedrigere Baukosten verursachen. Die jetzt beginnenden Probebohrungen finden in den Bereichen Zwanckweg, Nordheimstraße, Steilshooper Allee und Ruwoldtweg statt. Für jede Bohrstelle sind sieben bis zehn Tage veranschlagt. Gebohrt wird dabei bis in eine Tiefe von rund 60 Metern, um Gesteins- und Wasserschichten zu ermitteln – nur tagsüber und auf öffentlichen Flächen. Anwohner werden per Hauswurfsendungen informiert. Bis Anfang Dezember sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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3 Kommentare
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Michael Kahnt aus Barmbek | 31.08.2017 | 11:55  
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Kai Debus aus Alsterdorf | 01.09.2017 | 13:28  
19
Matthias Kleinert aus Barmbek | 01.09.2017 | 18:26  
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