Wie läuft der Wohnungsbau am Wolkausweg?

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Seit etwa vier Wochen versperrt ein Bauzaun der Firma Otto Wulff die bei Kindern aus Schule und Nachbarschaft sehr beliebte Grünfläche am Wolkausweg Foto: Bertram
Hamburg: Wolkausweg |

Die Bauarbeiten auf der Freifläche in Ohlsdorg gehen scheinbar kaum voran

Von Sebastian Bertram
Ohlsdorf
Rätselraten um den Fortgang des Bauvorhabens am Ohlsdorfer Wolkausweg: Einige der Anwohner, die die geplante Verdichtung der Freifläche an der Grundschule Ballerstaedtweg mit Argwohn betrachten, sind verunsichert.„Ganz rund scheint die Planung nicht zu laufen“, mutmaßt Kay Paarmann (54), der seit 26 Jahren gegenüber dem Bolzplatz wohnt. „Es erinnert an das Chaos der Baustellen auf der Fuhle.“ Auf 5.000 Quadratmetern sollen zwischen Wolkausweg und Schulhof Neubauwohnungen entstehen. Erstmals erfahren vom Bauvorhaben haben die Eltern an der Schule sowie die Anwohner zu Beginn 2014. Danach tat sich sehr lange nichts – bis vor etwa vier Wochen ein zwei Meter hoher Zaun der Baufirma Otto Wulff aufgestellt wurde.

Hochbau soll im Juni starten


Zwischenzeitlich sind Baumaschinen aufgefahren, die nach der Einebnung eines Teilstücks am Straßenrand wieder abtransportiert wurden. „Kein Schild kündet davon, was und ab wann hier etwas passiert“, wundert sich Kay Paarmann. „Mitte Februar wurden Schilder mit einem für ein Jahr ausgewiesenen absoluten Parkverbot aufgestellt, kurz danach mit blauen Mülltüten zugehängt. Dann kam der Zaun.“ Das Bauunternehmen Otto Wulff bestätigt, dass derzeit die ersten Bauvorbereitungen getroffen werden. Alles laufe nach Plan, sagt der zuständige Projektleiter Stefan Seifert-Fehrmann. Mit dem Hochbau werde im Juni begonnen, sobald die Baugenehmigung rechtskräftig sei. Noch gehört das Grundstück dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG). Der Eigentümerwechsel sei nur noch Formsache, so Seifert-Fehrmann. Von den 58 geplanten Wohneinheiten würden 18 öffentlich geförderter Wohnraum, der Rest Eigentumswohnungen.

Skateranlage und Trampoline


„Wir befürchten durch die Bebauung beengte Straßenverhältnisse und fehlenden Spielraum für die Kinder“, sagt Anwohner Manfred Runkel (45), der sich wie Nachbar Paarmann mehr Klarheit über die bevorstehende Bauphase wünscht. Besänftigt zeigt sich Michael Kahnt, der 2014 noch im Elternbeirat der Schule saß und zusammen mit anderen Eltern sowie der Schulleitung die Baupläne anfangs stark kritisierte. „Natürlich bedauere ich weiterhin den Wegfall der Grünfläche“, sagt Kahnt. „Aber mit der geplanten Skateranlage auf einer Ausgleichsfläche am Rübenkamp und der Errichtung einer Laufbahn mit Sprunggrube und Trampolinen auf dem Schulgelände ist inzwischen ein echter Mehrwert geschaffen worden.“
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