Zurück in Langenhorn

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Pastorin Astrid Wolters gemeinsam mit ihrem Kollegen Wolfgang Peper und Propst Dr. Martin Vetter (re.) nach der offiziellen Amtseinführung Foto: fjk

Pastorin Wolters wird ins Amt eingeführt

Langenhorn „Was eine Kirche zur Kirche macht, das entscheiden jedenfalls nicht die Architekten“, so der christliche Philosoph Josef Pieper. Astrid Wolters, die neue Pastorin am Käkenflur, wird das bestätigen können. War sie doch in ihrer bisherigen Pfarrstelle in der Albert Schweizer Gemeinde in Jübek / Idstedt bei Flensburg für eine Gemeinde mit zwei eindeutig als Kirchen erkennbare Gotteshäusern zuständig, sieht die mit der Siedlung um den Käkenflur entstandene Zachäus Kirche auf den ersten Blick wie ein Mehrzweckraum mit bunten Fenstern aus.

„Gerade dieser Raum bietet besondere Gestaltungsmöglichkeiten“, lobte bei ihrem Abschied im Herbst 2016 Pastorin Grambow den Kirchenraum „und wir sind froh, dass durch kluge Zukunftsprojekte der Erhalt des Ensembles gesichert wurde“.
Astrid Wolters (47), die nun die Nachfolge des Pastorenpaares Grambow/Spieß angetreten hat, betritt in Langenhorn kein Neuland. Im Stadtteil geboren, gehörte sie dem Kirchenvorstand von St. Jürgen vor der Fusion an. Von 2004 bis 2009 war sie in der Gemeinde St. Jürgen-Zachäus als Pastorin im Ehrenamt tätig und hat die Fusion der bis 2009 selbstständigen Gemeinden mit begleitet. Mit großem Interesse sieht sie nun die Veränderungen im Stadtteil – besonders auf dem Gelände des ehemaligen Krankenhauses Ochsenzoll.

Gehörten zum Zeitpunkt der Fusion noch 4.987 Christen zu der damals neuen Einheit, waren es 2016 nur noch 4.567 Gläubige. Gegen den Zuzugstrend sank der Anteil evangelischer Christen im Einzugsgebiet der Gemeinde von 27 auf 25 Prozent. Doch diese Zahl spiegelt nur unzureichend die Bedeutung der Kirche am Käkenflur für die Bevölkerung. „Wir haben hier erlebt“, so Oliver Spies beim Abschied zum Wochenblatt, „das die Menschen unsere Kirche durchaus als ideellen Mittelpunkt der Wohnanlage empfinden, selbst wenn sie keine kirchlichen Bindungen haben. Nicht jeder geht in die Kirche – aber es gibt Lebenssituationen, in denen Menschen froh sind, sich von außen an die Kirchmauer lehnen zu können.“

Eine der geistigen Mauern wird nun Astrid Wolters sein. Die freut sich auf die Arbeit in der neuen und gleichzeitig doch vertrauten Umgebung. Für Pastor Wolfgang Peper, der in der Zeit der Vakanz gemeinsam mit Vertretungspastoren und einer großen Schar von Ehrenamtlichen „die Stellung gehalten hat,“ ist die neue Kollegin geradezu ein Glücksfall: „Astrid Wolters ist für mich die Idealbesetzung“ strahlt der Kirchenmann „ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihr!“ Wolters Arbeit wird neben der „normalen“ Tätigkeit in der Gemeinde zwei Schwerpunkte haben: die Betreuung des Schröderstiftes sowie die Begleitung der Kita der Gemeinde. (fjk)
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