Aufklärung oder Provokation?

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Hamburg: Gerhart Hauptmann Platz | Zeitgleich mit dem Christopher Street Day fand vergangenen Samstag am Gerhart-Hauptmann-Platz eine spektakuläre Protestaktion gegen Billigfleisch statt.

Aktivisten der Tierschutzpartei stellten am Rande des Festumzugs „Menschenfleisch“ für nur 3,99 Euro zur Schau und zogen damit eine überraschend große Aufmerksamkeit auf sich.

Nicht nur Passanten, auch viele CSD-Teilnehmer fotografierten die schauderhafte, aber auch aufrüttelnde Szenerie und ließen sich über Massentierhaltung und Billigfleischproduktion, sowie pflanzliche Fleischalternativen informieren.

„Es gab überwältigenden Zuspruch.“ so Jan Zobel, Bundesgeschäftsführer und Vorsitzender des Landesverbandes Hamburg der Partei Mensch Umwelt Tierschutz.
„Vielen Menschen ist durchaus bewusst, wie grausam Tiere für Billigfleisch leiden, dennoch ist der Absatz höher denn je. Wir wollen aufklären und manchmal sind provokante Aktionen von Nöten, um den Menschen die Augen zu öffnen und das Gewissen zu erreichen.“

Selbstverständlich sei man hier und da auch auf Unverständnis gestoßen.
„Manchmal tut es weh, den Spiegel vorgehalten zu bekommen und sich seiner eigenen Schuld bewusst zu werden.“ sagt Patricia Kopietz, die mit ihrem Equipment extra aus Baden-Württemberg angereist war, um ihre Kollegen nackt und mit viel Kunstblut in Plastikschalen einzuwickeln.

„Trotzdem gab es überwiegend positive Resonanz. Wir konnten zum CSD übrigens nicht nur über Tierleid aufklären, sondern auch zeitgleich für unsere Grundsätze einstehen und ein Zeichen gegen Homophobie und für ein glückliches Miteinander setzen.“

Auch im nächsten Jahr will die Tierschutzpartei beim Christopher Street Day mit einer groß angelegten Aktion überraschen.
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