SoVD-Aktion zum Equal Pay Day: Rote Tasche für unterschiedlichen Lohn für gleiche Arbeit von Mann und Frau

Wann? 20.03.2015 12:00 Uhr bis 20.03.2015 14:00 Uhr

Wo? Reesendammbrücke, Reesendammbrücke, 20095 Hamburg DE
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Brigitte Krebelder, Landesfrauensprecherin SoVD Hamburg
Hamburg: Reesendammbrücke | Am 20. März 2015 macht der SoVD Hamburg auf die unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern – bei gleicher Leistung – aufmerksam. An prominenter hanseatischer Stelle beziehen die Frauen des SoVD HamburgPosition: An der Reesendammbrücke, da wo sich Jungfernstieg und Alsterarkaden treffen. Der Ort ist bewusst gewählt: „Die Zeiten, da die Familien mit ihren unverheirateten Töchtern hier herumflanierten, um nach Bräutigamen auszuschauen, ist längst vorbei“, sagt Brigitte Krebelder, Landesfrauensprecherin SoVD Hamburg.

Gemeinsam mit anderen Frauen des SoVD zeigt sie einer Politik die rote Karte, die immer noch unterschiedliche Löhne für gleiche Tätigkeiten von Männern und Frauen zahlen. Zur Tasche gibt’s kleine Kuchen unter dem Motto: „Wir wollen das gleiche Stück vom Kuchen“. „Damit diese Forderung umgesetzt werden kann, müssen wir allerdings wissen, wer was verdient. Männer halten damit oft hinter dem Berg. Frauen sind oft verschämt und geben nicht gerne zu, dass sie weniger bekommen. Wir wollen ihnen an diesem Tag eine Stimme geben, um ihnen Mut für mehr Moneten zu machen“, so Krebelder. Die Frauen fordern daher dieses Jahr, dass Männer und Frauen ihre Karten offen auf den Tisch legen“. Der Equal Pay Day 2015 folgt damit auch dem Leitmotiv: „Mehr Transparenz!“

Diese Forderung ist berechtigt. Das Statistische Bundesamt hat berechnet, dass erst am 20. März 2015 die Frauen das Einkommen erreichen, dass die Männer bereits zum Jahresende erhalten haben. Oder anders gesagt: Männer müssten erst am 20. März 2015 mit der Arbeit beginnen, um zum Jahresende den gleichen Lohn wie ihre Kolleginnen zu erhalten. Denn: Die sogenannte „Entgelt-Lücke“ zwischen Männern und Frauen liegt seit Jahren bei 22 Prozent. Umgerechnet ergeben sich daraus 79 Tage (21,6 Prozent von 365 Tagen) und das Datum des Equal Pay Day am 20. März 2015.

Die Ursachen für die Lohn-Lücke lassen sich auf einige zentrale Umstände zusammenfassen: So fehlen Frauen in bestimmten Berufen, Branchen und auf höheren Stufen der Karriereleiter. Dagegen sind sie in manchen Berufsfeldern (z.B. soziale Berufe) stärker vertreten– und genießen dennoch weder hohe gesellschaftliche Wertschätzung noch Entlohnung. Frauen unterbrechen oder reduzieren den Job öfter und länger als Männer, weil sie eher als Männer Erziehungsaufgaben übernehmen. Dies wirkt nach in der Rente. In der jüngsten Zeit steigt die Zahl gering bezahlter Tätigkeiten („prekäre Beschäftigung“) .Diese Tätigkeiten werden überproportional von Frauen geleistet.



Weitere Informationen: Karin Wöhrmann, Landesgeschäftsführerin, Tel.: 0160 / 98981456
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