Cigarrenmagazin Berlin, ... mehr als nur paffen

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Fotograf Hakan Kaleli
Berlin: Cigarrenmagazin |

... gut gewickelt ist schon fast verkauft.

Die Zigarre hielt sich bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts als beliebtes Genussmittel, bis sie durch die starke Verbreitung von Zigaretten in ihrer wirtschaftlichen Bedeutung verdrängt wurde. Etwa seit Beginn der 1990er Jahre ist eine Renaissance des Zigarrenkonsums zu beobachten.

Das Rauchen von „Habanos“ ist in verschiedenen gesellschaftlichen Schichten wieder Ausdruck eines individuellen Lebensgefühles geworden und wird zum Teil in Clubs, Bars und der gehobenen Gastronomie demonstrativ zelebriert. Jährlich werden gegenwärtig in Deutschland ca. 3,6 Milliarden Zigarren bzw. Zigarillos konsumiert.

Seit nunmehr gut 118 Jahren existiert der rustikale und schon fast antiquarisch wirkende Laden, gegründet 1897 von der Familie Junghans in der Chausseestrasse, befindet er sich heute direkt "Unter den Linden" an der sogenannten Flaniermeile Berlins.

Wenn man den Laden betritt, empfängt einen der Geruch von gereiftem Tabak, gutem Rum und leisen Klängen aus den Herstellungsländern der angebotenen Zigarren.
Das dunkle Eichenmobiliar, welches ebenfalls über 100 Jahre alt ist und von einem kaiserlichen Hofarchitekten geplant und eingebaut wurde, wurde liebevoll und sorgfältig die letzten Jahre restauriert. Heute bilden die schweren und dunklen Holzmöbel das Herzstück des neuen Ladens.

Der Zigarrenverbrauch sowie die Anzahl der Konsumenten ist in den letzten Jahren enorm gestiegen.
" Der Zuwachs an Zigarrenrauchern betrug allein im Jahr 2014 gut 18 Prozent. Es werden pro Tag in Deutschland etwa zehn Millionen Zigarren und Zigarillos und drei Tonnen Pfeifentabak konsumiert. ", sagt Henri Pelz, Geschäftsführer und Inhaber des traditionellen Ladens, unweit der Friedrichstrasse.

Frauen wie Männer lieben das gerollte Tabakkraut



"Selbst der Zuwachs an Frauen ist im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen.
Immer mehr Frauen informieren sich im Laden und bei den eigens veranstaltenden Smoker-Abenden über Art, Herstellung und das richtige Genießen ", betont Henri Pelz.

Zigarren unterscheiden sich in Form, Länge und Dicke. Generell gibt es zwei verschiedene Herstellungsarten, die sogenannten Shortfiller, die aus geschnittenen oder gerissenen Tabakschnipseln bestehen, sowie die sogenannten Longfiller, die im Inneren ganze Tabakblättern enthalten. Letztere werden komplett von Hand gerollt, während Erstere mithilfe von Maschinen gefertigt werden.

Henri Pelz übernahm den Laden vor gut 2 Jahren, da stand er zum Verkauf.
Von der Leidenschaft des Zigarrerauchens hin zum Händler, wie er sagt.

Über 40 Marken hat er gelistet, sein Lager einem Geruchstempel gleicht.
Von Zigarren über Pfeifen bis hin zu einem guten Rum, kann man im Cigarrenmagazin alles erwerben.
Auch als Nicht-Insider wird man kompetent beraten und verlässt den Laden mit hinreichendem Wissen.

Hört man das Wort Zigarre, ... denkt man an Kuba



Christian Klumpp
Die meisten Menschen verbinden das Wort Zigarre direkt mit Kuba und dessen Havanna. Liegt in Kuba der Ursprung ? ...

Henri Pelz
" Die exakte geografische und historische Herkunft der Zigarre ist nicht bekannt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass in Südamerika schon seit Jahrtausenden Tabak in Tabakspfeifen und anderen Formen geraucht wird. Jedoch ist Kuba durch die vielen Filme bekannt für die Havanna ".

Das Cigarrenmagazin beliefert Hotels, Bars und Restaurants vorrangig im Raum Berlin und Brandenburg.

Christian Klumpp
Auf was sollte man bei einem Kauf von Zigarren achten ?

Henri Pelz
" Man sollte auf eine gute Beratung achten, der Herstellungsort ist wichtig und gibt Auskunft über die Qualität. Die Zigarren sollten ausreichend gereift sein und auch zu Hause fachgerecht gelagert werden ".

Christian Klumpp
Bei Euch kann man die zu kaufenden Zigarren auch direkt über dem Laden in der sogenannten Smoker-Lounge probieren.
Ihr habt sogar einen richtigen Zigarrenclub.

Henri Pelz
" Stimmt. Wir haben extra für unsere Kunden diese Lounge eingerichtet.
Jeden Mittwoch trifft sich der Club und probiert Neuheiten, bespricht Veranstaltungen und Events. Mittlerweile sind es über 50 Mitglieder.
Der Älteste ist 72 und der Jüngste gerade mal 20 Jahre alt ".

Mitglied kann in diesem Club nahezu jeder werden, wo die sogenannte " Chemie " stimmt.
Es gibt keine weiteren Aufnahmekriterien.
Wichtigste Eigenschaft der Bewerber ? ... Spass am paffen.

Sogar Fidel Castro paffte schon hier



Eine Vielzahl an prominenten Kunden zählt der Laden bereits über Jahre.
So soll sogar Fidel Castro zu Gast gewesen sein, als er am 30. Jahrestag der DDR zum Staatsbesuch in Ost-Berlin weilte.

Viele Mitglieder bezeichnen die Smoker-Lounge als ihr zweites Wohnzimmer.
Selbst Entertainer Thomas Gottschalk genießt hier hin- und wieder eine gute Zigarre.
Nicht selten sitzt auch mal ein Ralf Möller in den urigen Ledersesseln und Smalltalkt über dieses getrocknete und gerollte Tabakkraut.

Christian Klumpp
Wie sehen die weiteren Pläne für den Laden aus ?

Henri Pelz
" Es wird demnächst einen Onlineshop geben, wir werden in Berlin expandieren
und wir werden die bereits jetzt schon stattfindenden Events rund um die Zigarre weiter ausbauen ".

Sollte jetzt das Interesse an einer guten Zigarre geweckt worden sein, so ist man bei Henri Pelz, direkt unter den Linden in Berlin, herzlich willkommen.
Infos bekommt man auch direkt im Internet unter www.cigarrenmagazin.de

Mit einem Satz von George Sand, französische Schriftstellerin und Zigarrenraucherin, möchte ich den Artikel schließen.
" ... Zigarren sind die perfekte Ergänzung eines eleganten Lebensstils."

www.cigarrenmagazin.de
Bilder: u.a. Hakan Kaleli
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