Der Stellvertreter der Wut - Buchpremiere von und mit Gunter Gerlach

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Hamburg: Speicherstadt-Kaffeerösterei | Dienstag, 2. Juni 2015, 20 Uhr, 7€

„Hat der öde Literaturbetrieb eigentlich die Kategorie ‘richtig schönes prima Buch’ im Angebot. Nein? Natürlich nicht? Dann wird das jetzt nachgeholt, für das, was Gunter Gerlach schreibt“ , so jedenfalls der ultimative Terminator Wiglaf Droste. Und er hat recht!

Ein ganz ungewöhnlicher Krimi-Autor

Die Literatur des in Leipzig geborenen Schriftstellers wehrt sich seit drei Jahrzehnten auf herausragende Weise gegen zu oft erzählten Mainstream und leicht verdaulichen Junk-Crime, hieß´es in der Begründung für den Ehrenglauser, den er 2013 erhielt. Gunter Gerlach gilt als meistausgezeichneter und am häufigsten preisnominierter Kriminal¬schriftsteller Deutschlands. Obwohl er alles andere als ein klassischer Krimi-Autor – oder ein Schreiber für die Event-Resterampe ist. „Bei Gunter Gerlach geht es nie darum, irgendwelche Fälle zu klären und Täter dingfest zu machen. Hauptkommissare und anderes Polizeipersonal spielen in seinen Krimis keine Rolle. Es geht ihm mehr um die Schilderung eines ganz bestimmten Milieus“, schrieb das Abendblatt. Gunter Gerlach liebt groteske Figuren und skurrile Antihelden, wie etwa den Haifischmann, dem Mann der sich Wuh nennt, abgekürzt für Wesen unbekannter Herkunft; Typen, die auf dem Dachboden sitzen, einen multi-allergischen Privatdetektiv, mit dem er die „originellste Krimifigur der letzten Jahre ... kreierte“ (NDR) – oder auch einen Teilzeitverbrecher, einem Schriftsteller, der sich über Einbrüche finanziert. Gunter Gerlach arbeitet eben immer auf höchstem Niveau - selbstreflexiv.

Protest gegen Honorar

In seinem neuen Roman, Stellvertreter der Wut, den er im Rahmen der Schwarzen Hafen-Nächte vorstellt, geht es um Holm, einen Wutbürger, der sein bißchen Kohle auch auf ungewöhnliche Weise verdient: Er wirft Farbbeutel gegen Fassaden, zündet Autos an oder zerschmettert Glasscheiben bei unbarmherzigen Unternehmern, Beamten, Finanzbetrügern und Hausbesitzern. All dies aber nicht etwa aus Überzeugung, er läßt sich dafür honorieren. Kurzum: Holm arbeitet als freiberuflicher, nun ja, Terrorist. – Aber auf einmal wird sein Leben überaus kompliziert. Er beginnt bei seinen Aufträgen fatale Fehler zu machen, die Polizei kommt ihm auf die Spur. Und dann gibt es da einen Toten, der nicht eingeplant war… – Klingt ungewöhnlich? Ist es auch. Ein klassischer “Gerlach-Krimi” eben. Denn bei Gunter Gerlach bekommen nicht nur die vermeintlichen Täter eine echte Chance, sondern auch – die Sprache...
Reservierungen und weitere Info unter www.schwarzenaechte.de
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