Elphi hat schon eine eigene Ausstellung

Wann? 26.04.2017 bis 25.06.2017

Wo? Deichtorstraße 1, Deichtorstraße 1, 20095 Hamburg DE
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Candida Höfer fotografierte die Schönheit der Elbphilharmonie im Großen Saal Foto: sh
Hamburg: Deichtorstraße 1 |

In „Elbphilharmonie Revisited“ zeigen zwölf internationale Künstler ihren Blick auf das neue Konzerthaus in Hamburg

Von Stefanie Hörmann
Hamburg-City
Ein Haufen Schrott und alte Bretter – mit viel gutem Willen lässt sich in der Skulptur entfernt die Architektur der Elbphilharmonie erahnen: der Beitrag von Peter Buggenhout mit dem Titel „Babel Variationen“ zur Ausstellung „Elbphilharmonie Revisited“ in den Deichtorhallen Hamburg ist im wahrsten Sinne des Wortes sperrig, der Künstler verwendet gebrauchte Industriematerialien für seine monumentalen Werke, in denen er über Architektur nachdenkt. „Meine Hauptinspirationsquelle sowohl im Hinblick auf den Einsatz von Materialien als auch in Bezug auf meine Arbeitsweise findet sich in der Konstruktion von Häusern“, sagt Buggenhout, belgischer Bildhauer Jahrgang 1963 und einer von zwölf international renommierten Künstlern, die Deichtorhallen-Intendant Dirk Luckow zu Kunstwerken mit Bezug auf die Elbphilharmonie angestiftet hat.

Elbphilharmonie aus Künstlersicht

Die „Elphi“, wie das Konzerthaus liebevoll genannt wird, verwandelt sich im Spiegel der zeitgenössischen Kunstwerke in immer neue Zerrbilder, mal wird die ungewöhnliche Architektur zur Sperrholzfassade vereinfacht – wie im begehbaren Riesen-Modell der Hamburger Künstlergruppe Baltic Raw Org, mal in ihrer Schönheit geradezu überhöht wie in den Fotografien von Candida Höfer. Nur etwas für Mutige: Die Installation des in Berlin lebenden argentinischen Künstlers Tomas Saraceno beherbergt eine lebende Spinne, die fleißig ein Netz spinnt. Die Schönheit von Spinnennetzen ist bei genauer Betrachtung ein architektonisches Wunderwerk – und in diesem Rahmen ein Kompliment für das Konzerthaus. Immer neu erscheint die Elbphilharmonie und es macht Spaß, in der Auseinandersetzung mit den Kunstwerken einen frischen Blick auf Hamburgs neues Wahrzeichen zu werfen. Auch Elbphilharmonie-Intendant Christoph Lieben-Seutter gefällt die Schau: „Ich finde es überaus spannend zu sehen, auf wie vielgestaltige Art und Weise die Elbphilharmonie Inspirationsquelle und Reibungspunkt für bildende Künstler sein kann“. Die Schau in den Deichtorhallen ist ein Grenzgang zwischen Kunst, Architektur und Phantasie, der ganz neue Perspektiven eröffnet und in vielfacher Weise zeigt, was passiert, wenn Ideen materielle Gestalt annehmen. (sh)

„Elbphilharmonie Revisited“: bis 1. Mai, außer montags, 11-18 Uhr, Deichtorhallen Hamburg, Deichtorstraße 1-2, Eintritt: 10/6 Euro. Weitere Infos: Deichtorhallen Hamburg
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