Fünf Jahre „Hafenliebe“ in der HafenCity

Wann? 05.01.2017

Wo? Am Dalmannkai 4, Am Dalmannkai 4, 20457 Hamburg DE
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Bernd Lahmann und Iris Neitmann wollen interkulturelle Begegnugnen auf dem Gebiet der Kunst fördern Foto: Hörmann
 
Sylvester Mubayi von der Künstlergruppe „Friends forever“ fertigte das „Couple“ Foto: Hörmann
Hamburg: Am Dalmannkai 4 |

Zum Geburtstag wird in der Galerie Kunst aus Afrika gezeigt

Von Stefanie Hörmann
HafenCity
Sie sind ein tolles Team, das die Freude an der Kunst zusammengeführt hat: Der Galerist Bernd Lahmann und die Architektin und Stifterin Iris Neitmann. Lahmann gründete vor fünf Jahren die „Galerie Hafenliebe“Am Dalmannkai in der HafenCity, präsentiert dort vor allem afrikanische Kunst. Iris Neitmann ist die Frau hinter der Stiftung StadtLandKunst, ihre Stiftung hat das Ziel, interkulturelle Begegnungen in den Bereichen Malerei, Skulptur, Architektur und Musik zu fördern. Galerie und Stiftungsräume sind um die Ecke und so kam es zu der Zusammenarbeit zwischen Galerie und Stiftung, die immer wieder große Ausstellungen und Live-Musik in der HafenCity möglich macht. „Meine Galerie ist sehr klein“, sagt Bernd Lahmann, „für große Ausstellungen miete ich die Räume der Stiftung um die Ecke, das ist ideal.“ Die präsentierte Kunst mögen beide und sie möchten den Künstlern ein Forum bieten. „Besonders die afrikanische Kunst liegt mir am Herzen“, sagt Bernd Lahmann, „und Rudolf G. Bunk, das ist einer der ganz Großen.“ Die Afrikaner sind in der Jubiläumsausstellung zahlreich vertreten, der Galerist arbeitet mit der Künstlergruppe „Friends forever“ zusammen, die der bekannte afrikanische Bildhauer Sylvester Mubayi gemeinsam mit Freunden und Schülern gegründet hat. Die „Friends forever“ haben sich vor allem künstlerische Qualität auf ihre Fahne geschrieben, denn gerade im Bereich der afrikanischen Skulpturen gab es in der Vergangenheit auch Steinbildhauer, die das schnelle Geld witterten und weniger gute Arbeiten auf den Markt brachten. Hier wollen sich die „Friends forever“ klar abgrenzen. Die umfangreiche Ausstellung zum 5. Geburtstag zeigt Skulpturen von Sylvester Mubayi, Victor Fire und Chirume Munyaradzi. Neben den Afrikanern sind auch Werke von Rudolf G. Bunk, Gerlach Bommersheim und Jürgen Weber zu sehen. Die Jubiläumsschau „5 Jahre Malerei und Skulptur“ läuft noch bis zum 22. Januar in den Räumen der Galerie Hafenliebe und dem Forum Stadt Land Kunst. (sh)

Künstlergruppe „Friends forever“: Donnerstag bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr, Galerie Hafenliebe, Am Dalmannkai 4 und Forum Stadt Land Kunst, Am Sandtorpark 12, Eintritt: frei. Weitere Infos: Galerie Hafenliebe

Stadtteil im Aufbau: Iris Heitmann im Interview

Wochenblatt: Warum der Standort HafenCity?
Iris Neitmann: Ich bin wegen der Elbe für mein Studium nach Hamburg gekommen. 30 Jahre später, als noch Sand und alte Hallen das Areal prägten, sah ich als Architektin die Chancen des neuen Standorts HafenCity und die Möglichkeit, meine Ideen in die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers einzubringen. Daraus ist das Baugemeinschaftsprojekt Hafenliebe entstanden und darin unsere zwei Galerieflächen.

WB: Was ist die Aufgabe der Stiftung StadtLandKunst?
Neitmann: Das Forum StadtLandKunst ist Ort für interkulturelle Begegnung durch Malerei, Skulptur, Architektur, Musik und Tanz. Die Stiftung fördert Live-Musik-Veranstaltungen mit Musikern unterschiedlicher Nationen, sie baut eine Kunst-Sammlung auf mit Werken von Künstlern, die einen Bezug zu Hamburg haben, aber auch in anderen Welten gelebt haben. Aktuell hat die Stiftung eine Veranstaltung des Theaters Wolkenschieber für Kinder in der HafenCity gefördert und mischt sich ein in die Diskussion um das neue südliche Überseequartier.

WB: Hat die Entwicklung der HafenCity Ihre Erwartungen erfüllt?
Neitmann: Uns war immer klar, dass die HafenCity ein Stadtteil im Aufbau ist und keine Wunder über Nacht geschehen. Die gemischte Nutzung des Quartiers, die gestalterische Qualität der öffentlichen Wege und Plätze und besonders die vielfältige Anbindung zur Elbe und zum Hafen gefallen uns. Unsere Künstler und unsere Besucher fühlen sich hier genauso wohl wie wir. In Sorge sind wir wegen der neu massiv verdichtet und erhöht geplanten Gebäude des südlichen Überseequartiers.
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