Hamburger Freunde des geschriebenen Wortes

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Hamburg: Altstadt |

Das Buch in der Hand



Heutzutage spielt das Internet eine große Rolle in unserem Leben, aber das Buch in der Hand ist immer noch viel praktischer. Solche Meinung haben einige Leser. Nun gründeten Hamburger Freunde des geschriebenen Wortes einen Arbeitskreis, an dem sich jeder beteiligen kann. Das Alter spielt hier keine besondere Rolle. Im Arbeitskreis werden viele Bücher zum Thema des Zweiten Weltkrieges vorgestellt. Das ist für die Beteiligten sehr wichtig, weil die ältere Generation, welche die Schrecken des Krieges erlebt hat, uns so langsam verlässt. Alles, was die älteren Menschen uns erzählt haben, wurde in den geschriebenen Büchern festgehalten. Der Arbeitskreis lädt auch Zeitzeugen ein. Einige Autoren können selbst über ihre Bücher erzählen, die anderen sind leider nicht mehr unter uns. Das Thema des Zweiten Weltkrieges bewegt auch die jüngere Generation. Sie hört ihren Großvätern sowie Urgroßvätern aufmerksam zu. Die jungen Menschen stellen im Arbeitskreis oft die Frage – aber warum hat man solche Diktatoren an die Macht gelassen, es hat doch jeder gewählt? Man konnte doch auch seine Meinung haben. Warum kamen Stalin und Hitler an die Macht? Um diese Fragen zu beantworten, muss man sich gut in der Geschichte auskennen. Die Räumlichkeiten für den Arbeitskreis stellt ein gebürtiger Internetunternehmer aus Hamburg, der mit seinem Unternehmen in Darmstadt ansässig ist aber für den Arbeitskreis regelmäßig nach Hamburg kommt.


Die junge und ältere Generation


Die Gespräche der Älteren mit den Jüngeren sind sehr wichtig. Auf beiden Seiten gab es das einfache Volk und diejenigen, die alles in der Hand hatten. Man kennt die antifaschistische jugendliche Organisation „Weiße Rose“ Der Arbeitskreis in Hamburg widmete ihr einen besonderen Abend. Es wurden Gedichte vorgetragen, Lieder gesungen und man inszenierte einige Episoden aus dem Film. Daran beteiligten sich Teilnehmer unterschiedlichen Alters. Ein älterer Herr übernahm die Rolle des Hausmeisters an der Universität, Mädchen und Jungen spielten die Rolle der Geschwister Scholl und ihrer Freunde nach.
Nach dieser Inszenierung gab es eine Diskussion. Man wollte wieder wissen, was die jungen Menschen falsch gemacht hatten. Wenn sie bei der Aktion nicht festgehalten wären, wie liefe es dann weiter? Einige Teilnehmer des Leserkreises meinten, dass diese Personen vielleicht noch heute leben könnten, natürlich wären sie jetzt schon in hohem Alter.

Zwei Völker


Für viel Aufregung sorgte das Schicksal von Alexander Schmorell. Wurde er verraten? Er suchte ja Deckung bei einer Bekannten, aber es ist alles schief gegangen, es kam auch zur Hinrichtung. Man erinnerte sich gern an seine Kindheit. Er wuchs ja zweisprachig auf: zur Welt kam er in Orenburg, wo die Familie gelebt hatte. Seine Mutter starb sehr früh, da war der Junge erst zwei Jahre alt.
Die Teilnehmer des Kreises faszinierte gerade die Verbindung zweier Völker, die man im kurzen Lebenslauf dieses jungen Menschen verfolgen kann. Sein Vater war Deutscher, aber die Mutter eine Russin. Auch sein Kindermädchen konnte nicht Deutsch sprechen, so erzählte sie dem Kleinen viele russische Märchen, die er gern hörte. Mit vier Jahren kam er nach Deutschland.

Eine gute Idee


Die Frauen interessierten sich besonders für Rezept-Bücher, die auch ihren Platz im Arbeitskreis fanden. Eine gute Idee war, diese Werke nicht nur einfach zu präsentieren, sondern auch alle Teilnehmer des Leserkreises zu einem bestimmten Gericht aus den Büchern einzuladen. Da brauchte man nicht mehr viel zu erzählen, die leckere Speise sprach für sich selbst.
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