Installationen von Bill Viola

Wann? 07.06.2017 bis 10.09.2017

Wo? Deichtorstraße 1-2, Deichtorstraße 1, 20095 Hamburg DE
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Die Videoinstallation „Tristan´s Ascension“ (Tristans Auferstehung) ist monumental und unglaublich eindrucksvoll Foto: sh
 
Bill Viola (l.) mit Bischöfin Kirsten Fehrs und Kira Perov (r.), Geschäftsführerin des Bill Viola Studios Foto: sh
Hamburg: Deichtorstraße 1-2 |

US-Videokünstler zeigt religiöse Videoinstallationen von beeindruckender Größe in den Deichtorhallen Hamburg

Hamburg-City Archaisch und hochästhetisch, religiös, aber nicht konfessionell – die Werke des amerikanischen Videokünstlers Bill Viola sind in der Kunstszene einzigartig. Und doch ist es ungewöhnlich, wenn die Rede zur Eröffnung einer Kunstausstellung in den Deichtorhallen Hamburg von einer Bischöfin gehalten wird, so ungewöhnlich wie die Ausstellung selbst, die die Halle für Aktuelle Kunst in eine Kathedrale verwandelt. Die Schau im Rahmen des Reformationsjubiläums 2017 stellt den zeitgenössischen Künstler Bill Viola, der 1951 in New York geboren wurde, dem Hamburger Publikum vor. Viola, der eigens zur Ausstellungseröffnung gemeinsam mit Kira Perov, Geschäftsführerin des Bill Viola Studios, angereist war, freute sich über die Begeisterung, die ihm von Seiten der Zuschauer, des Deichtorhallen-Teams und der Bischöfin entgegenschlug und bedankte sich für den herzlichen Empfang.

Video in „Ultra Slow Motion“

Die Ausstellung zeigt teils monumentale Videoinstallationen des Medienkünstlers. Gleich am Eingang der Schau fällt der Blick auf die 10 Meter hohe Installation „Tristan´s Ascension. The Sound of a Mountain Under a Waterfall“. Auf dem riesigen Bildschirm ist zu sehen, wie ein Mann auf einem Stein zunächst von Wassertropfen umgeben ist, die nach und nach zu einem Wasserfall werden, der nach oben gen Himmel stürzt. Schließlich schwebt der Mann von dem Stein empor. Das alles geschieht ganz langsam, in „Ultra Slow Motion“. Seit mehr als vier Jahrzehnten hat der „Rembrandt“ des digitalen Zeitalters, wie Viola schon genannt wurde, Installationen, Einkanalwerke, Klanginstallationen, Videoarbeiten auf Flachbildschirmen sowie Arbeiten für Konzerte, Opern und kirchliche Kontexte geschaffen.

Gottesdienst mit Bischöfin Fehrs

Mit zahlreichen Projekten und Ausstellungen beispielsweise im Grand Palais in Paris, im Museum of Modern Art in New York, als Vertreter der USA auf der 46. Biennale in Venedig sowie in der St. Pauls Cathedral in London und aktuell im Palazzo Strozzi in Florenz zählt er zu den bedeutendsten zeitgenössischen Künstlern weltweit. Bill Violas Werke beschäftigen sich mit den zentralen Themen des menschlichen Lebens – Geburt, Tod, Liebe, Emotion und Spiritualität. Insgesamt 13 Arbeiten sind in den Deichtorhallen bis zum 10. September zu sehen. Bischöfin Kirsten Fehrs sagt: „Bill Viola zeigt uns die Tiefe dessen, was Glaube sein kann.“ Und: „Ich fühle mich durch diese Kunst mitgenommen auf Erkenntniswegen.“ Am Freitag, 30. Juni will sie in der Kunst-Kathedrale Deichtorhallen zwischen den Werken von Bill Viola einen Gottesdienst abhalten – eine ganz besondere spirituelle Erfahrung für alle Besucher des Museums. (sh)

Bill Viola – Installationen: Ausstellung bis 10. September, Dienstag bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, jeden ersten Donnerstag im Monat bis 21 Uhr, Deichtorhallen Hamburg, Halle für Aktuelle Kunst, Deichtorstraße 1-2, Eintritt: 10 Euro, ermäßigt 6 Euro, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre frei. Öffentliche Führungen Sonnabend und Sonntag, jeweils 16 Uhr. Gottesdienst: Freitag, 30. Juni, 19 bis 20.30 Uhr, Gottesdienst „Lebendiges Wasser“ mit Bischöfin Kirsten Fehrs, Eintritt: frei
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