Madeleine und Mike Bülow

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      Madeleine Bülow: Künstlerin, Malerin, Projektleitung: 1978 in Magdeburg geboren, verlebte sie ihre Jugendzeit schon mit dem Farbstift und brachte ihre zahlreichen Ideen zu Papier. 2001 entdeckte sie ihre Leidenschaft zur abstrakten Kunst und verfiel der Leinwandmalerei mit Acrylfarben. 2004 verlegte sie ihren Lebensmittelpunkt nach Berlin um sich beruflich weiterzuentwickeln. 2004 bis 2006 arbeitete sie ehrenamtlich mit Kindern im Alter von 3-4 Jahren an einem Kunstprojekt in Berlin. 2012 startete sie gemeinsam mit ihrem Mann das Projekt „Mike & Madeleine Bülow“. Zu diesem zählen u.a. Ausstellungen im Jahr 2013 in Salzburg, 2014 in Berlin sowie London und 2015 in Ibiza.



Mike Bülow: Fotograf: 1974 in Zossen geboren, kommt ursprünglich aus der Musikbranche und stand circa 20 Jahre als Musiker und Produzent bei unterschiedlichen Plattenfirmen unter Vertrag. In diesem Zeitraum veröffentlichte er über 16 Singles und 4 Alben. Mit Projekten bei MfS Records, Flesh oder auch bei Universal Music, Sony und Warner, konnte er sich lange Zeit kreativ verwirklichen. Zu seinen weiteren Referenzen gehören viele Projekte zum Beispiel mit Künstlern wie Marcos Lopez oder Bernard Sumner, von der britischen Band New Order sowie Auftritte und Liveacts bei der Loveparade, im E-Werk und Musikfestspiele in Cannes.

Mike Bülow, kommt ursprünglich aus der Musikbranche und stand circa 20 Jahre als Musiker und Produzent bei unterschiedlichen Plattenfirmen unter Vertrag. In diesem Zeitraum veröffentlichte er über 16 Singles und 4 Alben. Mit Projekten bei MfS Records, Flesh oder auch bei Universal Music, Sony und Warner, konnte er sich lange Zeit kreativ verwirklichen. Zu seinen weiteren Referenzen gehören Projekte mit Künstlern wie Bernard Sumner von der britischen Band New Order sowie Auftritte und Liveacts bei der Loveparade, im E-Werk und Musikfestspiele in Cannes.

Im Gespräch mit Madeleine und Mike Bülow


© Mike & Madeleine Bülow

© M & M Bülow

© Mike & Madeleine Bülow


© Mike & Madeleine Bülow

© Mike & Madeleine Bülow

© Mike & Madeleine Bülow


© Mike & Madeleine Bülow

© Mike & Madeleine Bülow

© Mike & Madeleine Bülow

P!Magazine: „Welche Techniken nutzt ihr ?“ Antwort Madeleine: „Unsere Liste ist in ständiger Veränderung. Wir sind immer in der Testphase und auf der Suche nach neuer Technik, die unseren Ansprüche genügt. Der Grund ist, dass die Nachfrage nach immer größeren Bildern steigt und wir deswegen mit der Technik wachsen müssen. Zur Zeit arbeiten wir mit der Hasselblad H5D 50C, Objektiv HC Macro f/4 120mm II Lens & Canon 5D Mark II Canon MACRO EF 100mm L IS USM, Studioblitzen von Walimex (Pro VC-600 Excellence), Funkauslöser von Pixel King Pro & PocketWizard Plus III, Stativ Manfrotto 055XPPROB auf rollen. Als neues Projekt wollen wir die Phase One & Canon 5DS R sowie Blitze von Profoto testen und sie in unsere kreative Arbeit einbinden.“Antwort Madeleine: „Wir legen uns nicht gerne fest und probieren immer wieder Neues aus. Nur keinen Stillstand! Wir befinden uns in ständig wachsenden Prozessen, die wir mit Ölfarbe, Acrylfarbe, Pulver oder auch ein von uns angefertigtes Liquid, in unsere Arbeit einfließen lassen. Dies wird dann durch die Fotografie festgehalten.“

P!Magazine: „Arbeitet ihr auch mit Blitz und mit welcher Fototechnik arbeitet ihr?“
Antwort Mike: „Ja absolut, sie sind einer der wichtigsten Bestandteile unserer Arbeit. Studioblitze mit sehr schneller Wiederaufladezeit sind sehr wichtig um jeden Moment einzufangen. Die Blitze sind auf rollbaren Stativen befestigt um die Lichtsituation schnell zu ändern.“

P!Magazine: „Seit wann fotografiert ihr schon in diesem Stil ?“
Antwort Mike: „Ich fotografiere eigentlich schon immer, es war eine heimliche Leidenschaft neben der Musik. Ich entdeckte mehr und mehr mein Interesse und Talent für die Fotografie, hierbei reizte mich vor allem die abstrakte Kunst und das Unkonventionelle. Zusammen mit meiner Frau kombiniere ich seit circa 3 Jahren Malerei und Fotografie. Das Fotografieren ist ein Teil unseres künstlerischen Ausdrucks und die Kamera ein Werkzeug, um das Verschmelzen der Farben festzuhalten.

P!Magazine: „Ihr habt sehr viele Fans eurer Arbeiten. Gibt es ein Erfolgsrezept?“
Antwort Madeleine: In der Kunst kann man nicht wirklich auf Erfolg hinarbeiten, man kann nur seiner Kreativität folgen und leidenschaftlich daran arbeiten. Wenn sie viele Menschen erreicht und sie inspiriert, ist es uns eine große Freude.

P!Magazine: „Wie lange braucht es, von der Idee zum fertigen Kunstobjekt ?“
Antwort Mike: „Es kann schon mal 2 bis 4 Wochen und über 1000 Schuss dauern, bis wir das für uns richtige Motiv gefunden haben. Hinzu kommt die Vorbereitung für den Druck. Es ist und bleibt für uns ein schöpferischer Prozess, den man nicht immer steuern kann. Über die Jahre gab es aber schon Werke, die sehr schnell an der Wand waren.“

© Mike & Madeleine Bülow
© Mike & Madeleine Bülow
P!Magazine: „Wie ist das gemeinsame arbeiten, hat jeder seine speziellen Gebiete ?“
AntwortMike: „Das Zusammenarbeiten gestaltet sich harmonisch, niemand kann ohne den Anderen. Unsere Rollen sind allerdings klar verteilt. Madeleine ist für die Farbe und das Kreieren der Farbspiele zuständig und weiß genau was zu tun ist. Ich bin für den kompletten technischen Aspekt zuständig, der sich sehr kreativ gestaltet. Eine gute Technik hilft das technische Schaffen dahinter zu vergessen, um sich gedanklich und kreativ besser zu entfalten.“

P!Magazine: „Arbeitet ihr ausschließlich mit schwarzen Hintergründen ?“
Antwort Mike: „Ja, dieser spielt jedoch nur eine untergeordnete Rolle, da durch die hohe Verschlusszeit der Hintergrund automatisch abdunkelt. „

P!Magazine: „Passiert noch viel in der Bildbearbeitung? Und wenn ja, was?“
Antwort Mike: „Nicht mehr sehr viel wenn wir alles richtig gemacht haben. Wenn, dann sind es nur einige Anpassungen, meist in Camera RAW oder PHOCUS. Die Werke erhalten mehr Ausdruck, den wir für den späteren Fine Art Print benötigten. Es ist uns wichtig von vornherein eine bestmögliche Situation zu schaffen, die uns große Nachbearbeitung erspart. Feste Nachbearbeitung sind Anpassungen im Kontrast, Dynamik, Klarheit, Objektivkorrektur und Farbtemperatur. Hier und da werden dann noch kleine Unebenheiten entfernt.“

P!Magazine: „Fotografiert ihr auch weiteres ? Oder habt ihr euren Stil gefunden und bleibt dabei?“
Antwort Madeleine: „Wir sind offen für neue Impulse und Inspirationen und werden nie aufhören neue und unkonventionelle Wege zu gehen. Kreativität ist wie eine Quelle, die schlussendlich zum reißenden Strom werden kann.“

P!Magazine: „Wo kann man eure Bilder sehen? Gibt es Ausstellungen?“
Antwort Mike: „Ja. Ausstellungen gab es bis jetzt in Salzburg, Berlin, London und momentan auch in Ibiza Stadt. Aktuell haben wir Galerie- und Messeanfragen aus Monaco, Dubai, Frankreich, New York und Deutschland, die wir zeitnah versuchen umzusetzen. In Deutschland werden wir uns bis Ende des Jahres noch für Galerien entscheiden. 2016 nehmen wir mit vielen anderen renommierten Künstlern an der Charity Kunstauktion für Placet teil. Wir werden allen Interessierten über unsere Web- oder Facebookseite rechtzeitig informieren. Aber auch weitere Projekte 2017 mit sind in Planung“

P!Magazine: „Ihr arbeitet mit vielen tollen Farben da sind die Shootings bestimmt nicht fleckenfrei , oder ?“ Antwort Mike: „Fleckenfrei? Nein, auf keinen Fall. Die Welt ist bunt und unser Leben sowieso. Madeleine könnte natürlich immer sofort den Putzlappen zücken und drauf loswischen. Aber nur ein fleckenreicher Tag verspricht auch, viel geschafft zu haben. Man könnte auch sagen: Wir bekennen Farbe!“

Text: Dr. G.C. Rump (Gerhard Charles Rump ist Kunsthistoriker und Kunsttheoretiker mit dem Schwerpunkt auf Zeitgenössischer Kunst, Privatdozent an der Technischen Universität Berlin, Kurator, Galerist und Fotokünstler.)

Mike und Madeleine Bülow
„Wir haben es hier mit Unikaten im mehrfachen Sinne zu tun, da die Bilder auf Grund ihrer Herstellungsweise nicht reproduzierbar sind. Es gibt sie so wie sie sind, einmal, und Ende. Keine Datei, kein Negativ, das man wieder und wieder printen könnte. Die eigene und aufwendige Technik, die hier mit dem autonomen Motiv verwoben ist, ist von der Bildgenese nicht zu trennen. Die Bilder entstehen aus einer geradezu romantischen Intensität der Auseinandersetzung mit dem Material und dem Prozess. Kein Abbildungszwang, keine narrative Bildidee lenken vom Wesentlichen ab.
So technisch und prozessorientiert das klingen mag, die Augenscheinlichkeit der Bilder repräsentiert den Inbegriff von autonomer Ästhetik, die dennoch auf allgemeine Kriterien verweist. Dynamik, Bewegung, Explosion, Tiefe, Farbraum und lebendige Kontraste finden sich ein, der Betrachter erfährt den Zauber einer Welt, die nicht von dieser Welt zu sein scheint. Da löst sich auch nichts einfach im Sehakt auf, vielmehr haben wir es mit einer zeitgemäßen Form der Arabeske zu tun, die, und das ist ihr romantischer Gehalt, nach Endlosigkeit sich sehnt und ihr zustrebt. Da fällt das Einzige und das Unendliche zusammen, und heraus kommt, faszinierend und hintergründig trotz scheinbarer Beschreibbarkeit, ein Bild, das Seinesgleichen sucht. Und durch seine Einzigartigkeit und Materialästhetik die Bedingungen von Bildlichkeit reflektiert.“ GCR
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