Bezirkschef Droßmann stellt sich Leserfragen

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Bezirksamtsleiter Falko Droßmann in seinem „Revier“ Foto: mdt/ Grell
 
Eng: Fußgänger müssen auf den Radweg ausweichen (Frage 1) Foto: mdt/Grell
Hamburg: Klosterwall 4 | Über 50 Wochenblatt-Leser aus Hamburg-Mitte äußern ihre Sorgen, Kritikpunkte und stellen Fragen zu ihrem Stadtteil St. Georg

Von Nicola Krüger
St. Georg
Kein Blatt vor den Mund nahmen die über 50 Wochenblatt-Leser, die unserem Aufruf folgten und uns mitteilten, was ihnen an ihrem Stadtteil nicht gefällt. Viele Wünsche, noch mehr Kritik, aber auch das ein oder andere Lob landeten so auf dem Tisch der Redaktion. Falko Droßmann (SPD), Bezirksamtsleiter Hamburg-Mitte, stellte sich dann in der vergangenen Woche vor Ort den vielen Vorschlägen, Klagen und Wünschen der Anwohner.

Kritik, Wünsche, Fragen


Und diese legten sehr deutlich den Finger in bekannten Wunden: ungepflegte Straßen und Grünanlagen, Verkehrsrowdys und Parksünder, wilder Alkoholkonsum und Dreck vielerorts – es muss sich vieles ändern in Hamburg-Mitte. Der Bezirksamtsleiter zeigte sich bei dem Rundgang im Detail gut informiert über die Probleme in seinem „Revier“, gab durchdachte Antworten und machte deutlich, wo er selbst auch andere Personen einbeziehen muss.

„Mit Menschen in Kontakt“


„Im Bezirk Mitte sticht jeder Stadtteil heraus“, sagt Falko Droßmann, Bezirkschef von Hamburg Mitte, beim Rundgang mit dem Wochenblatt. Kaum ein Stadtteil ist mit dem anderen vergleichbar. Die bunte Lange Reihe in St.Georg, die Hochhausburgen in Mümmelmannsberg und die schicke HafenCity, so unterschiedlich ihre Bewohner so unterschiedlich sind auch ihre Bedürfnisse. Für Schubladen-Denken ist da wenig Platz – und Zeit. Falko Droßmann klärt Probleme am liebsten im Gespräch. Anfragen beantwortet er direkt.

Leser fragen, Droßmann antwortet


Eine Auswahl der Kritikpunkte und Fragen der Leser und die Antworten von Falko Droßmann:

Frage 1, Radwege in St. Georg


Lena Berger: Die Radwege vor der Langen Reihe am Krankenhaus sind viel zu groß angelegt. Fußgänger müssen einen Umweg oder auf den Radwegen gehen.
Falko Droßmann: Der Bereich in der Langen Reihe vor dem Krankenhaus wurde im Zuge der Busbeschleunigung vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer geplant und gebaut. Die Breite des Radwegs entspricht den Regelwerken. Der Radweg wurde soweit in Richtung Straßenbegrenzungslinie versetzt, um mehr Platz für die wartenden Fahrgäste an der Haltestelle zur Verfügung zu stellen.

Frage 2, Müll in St. Georg


Ute Stolle: St. Georg ist multikulti, toll. Aber: Muss es deswegen bei uns schmutziger sein als auf den Gehwegen z. B. in Eppendorf? Zum einen sehe ich die Stadtreinigung nur selten und nur da, wo sie Herumliegendes bequem entfernen können. Zum anderen frage ich mich, warum die vielen Gastronomen in der Langen Reihe nicht dazu verpflichtet werden, die Zigarettenstummel ihrer Gäste vor ihren Türen zu beseitigen. Beispiel Paris: Da nehmen die Wirte den Schlauch und spritzen morgens kurz den Bürgersteig ab.
Droßmann: Hier ist die Stadtreinigung zuständig. Das Bezirksamt wird die Hinweise weitergeben und für eine Lösung werben.

Frage 3, Verkehrsschilder in St. Georg


Barbara Hebel: Es wäre gut, wenn wir nicht länger unter dem Schildbürgerstreich leiden müssten. Der Pfahl an der Einmündung Herbert-Weichmann-Straße/Uhlenhorster Weg wird zweimal wöchentlich umgefahren. Verschwendung von Steuergeldern!
Droßmann: Hier ist das Bezirksamt Hamburg-Nord zuständig. Wir werden den Hinweis weitergeben.

Nächste Sprechstunde am 15. Februar


Anfragen beantwortet er direkt. So hält er es auch in seiner monatlichen Sprechstunde im Bezirksamt (nächster Termin: 15. Februar, 17 bis 18 Uhr, Anmeldung Telefon 428543302). „Ich möchte auf so vielen Kanälen wie möglich mit den Menschen in Kontakt treten“, so Droßmann weiter. Das Wochenblatt ist nun einer davon.

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