Grüne Oasen mitten in der Stadt

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Ein italienischer Gastronom baut Tomaten direkt vor seinem Lokal an Foto: Grell
Hamburg: Mönkebergstraße |

„Guerilla-Gardening“ mit Beeten zwischen Parkplätzen prägt City-Quartiere in Hamburg

Von Karen Grell
St. Georg/Hamburg-City
„Zu klein“ gilt für Stadtgärtner nicht als Hindernis. Fast überall können Hobbygärtner winzige Beete mitten in der Stadt bepflanzen. Direkt zwischen den Geschäften in der Mönkebergstraße, vor einem Café an der Langen Reihe oder gleich neben dem Hauptbahnhof – jedes Stück Erde am Fuße eines Straßenbaumes nutzen Hobbygärtner, um die Stadt ein wenig zu verschönern.

Blumen statt Hundehaufen

Das, was allgemein als Guerilla-Gardening betitelt wird, und sich eigentlich in einer gesetzlichen Grauzone bewegt, findet auf Flächen statt, die ansonsten gern von Hunden für das Geschäft und von Passanten zur Müllentsorgung benutzt werden. „Warum also nicht Blumen blühen und Gemüse wachsen lassen“, fragen sich die Anwohner, die hier aktiv werden. Die Hunde hält dann oft nur ein winziger Zaun vom Blütenmeer fern, auch die Vorbeigehenden scheinen ein wenig Respekt vor den Stadt-Beeten entwickelt zu haben, zumindest sind diese meist frei von Unrat und weggeworfenen Coffee to go Bechern.

Tomaten vor dem Lokal

Im Kontorhaus-Viertel gibt es viele solcher grünen Inseln. Ein Anwohner setzte Basilikum-Pflanzen aus, die hier besser gedeihen als auf mancher Fensterbank. Ein italienischstämmiger Nachbar pflanzt Tomaten auf einem Beet direkt vor seinem Lokal, ein ehemaliger Seemann sorgt für ein Tulpenmeer zwischen Betonplatten. Einfach eine schöne Art sein Quartier zu verschönern. (kg)
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1 Kommentar
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Rainer Stelling aus St. Georg | 30.08.2017 | 16:14  
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