HafenCity: Baakenhafen-Pläne stehen

Anzeige
Garbe-Geschäftsführer Fabian von Köppen, freut sich über den Zuschlag Foto: sh
Hamburg: Baakenhafen |

Wettbewerb entschieden: Neues Konzept mit Co-Living und Manufakturwerk

Von Stefanie Hörmann
HafenCity
Kreatives Wohnen mit dem Konzept „Co-Living“ und ein „Manufakturwerk“ – die geplanten Neubauten am Baakenhafen in der HafenCity punkten mit frischen Ideen. Die HafenCity Hamburg GmbH überzeugt das Ergebnis des Architekturwettbewerbs für das nördliche Ufer des Baakenhafens mit seinem ungewöhnlichen Konzept. Statt neuer Eigentumswohnungen ist mit der Planung „Creative Blocks“ eine Alternative in Sicht. Die Wohnungen gibt es trotzdem, doch die Immobilienfirma Garbe will bis Ende 2019 auch neue urbane Wohn- und Arbeitsformen realisieren. Das Investitionsvolumen beträgt dabei 94 Millionen Euro, 75 Millionen davon steuert die Garbe Immobilien-Projekte GmbH bei.

Gemeinsamen Wohnen für Singles


„Co-Living“, das sind Wohnungen für Singles mit zusätzlichen Gemeinschaftsräumen. Gemeint ist nicht einfach ein Versammlungsraum, in dieser Wohnform soll viel mehr geteilt werden, ein extra großes Wohnzimmer mit offener Küche für Gäste oder ein schallisolierter Raum für Hobby-Musiker. Die Bauherren denken an zehn bis 15 Prozent der Fläche, die der Käufer zusätzlich zu seiner Eigentumswohnung nutzen kann – ohne Aufschlag auf den Kaufpreis. Kleine Zwei-Zimmer-Wohnungen sollen ab 200.000 Euro zu haben sein.

„Manufakturwerk“ auf 1.900 Quadratmetern


Neu ist auch das Konzept des „Manufakturwerks“. Hier sollen sich auf 1.900 Quadratmetern Manufakturen ansiedeln, die dort auch produzieren, die Besucher können den Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter schauen. Generalmieter wird eine kleine Uhrenmanufaktur, die weitere Hersteller feiner Handwerkskunst am Baakenhafen im „Manufakturwerk“ ansiedeln möchte. Fischer& Cie stellt Uhren im Bereich von 4.000 bis 15.000 Euro her. „Wir haben es schwer, uns gegen die Luxusmarken vom Neuen Wall zu positionieren, Werbung ist teuer, insofern ist das Projekt für uns ein Stück weit aus der Not geboren“, sagt Fischer&Cie Geschäftsführer Axel Kmonitzek „Ich glaube, dass dieses Konzept für die Unternehmen sehr interessant ist, sie können dort ihre Arbeit den Kunden zeigen, sich präsentieren“, ergänzt HafenCity GmbH Geschäftsführer Jürgen Bruns-Berentelg. Er sieht im Manufakturwerk „eine große Bereicherung für die Vielfalt des Quartiers“.

Bautrupps kommen 2018


Das soll sich auch optisch in der Architektur des Ensembles spiegeln, verspricht Bauherr Fabian von Köppen, Geschäftsführer der Garbe Immobilien-Projekte GmbH: „Den Architekten kister scheithauer gross ist es gelungen, die in Deutschland bisher einmalige Idee des Manufakturwerks in der keramischen Fassade sichtbar zu machen.“ Grüne Keramik auf schwarzen Stahl-Pfeilern – und im Inneren ein Füllhorn deutscher Handwerkskunst, das klingt gut. Ab Herbst nächsten Jahres sollen die Bautrupps anrücken. Parallel müssen noch weitere Manufakturen gefunden werden.

Lesen Sie auch: HafenCity für alle
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige