HafenCity für alle

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Der Baakenhafen der Zukunft: entlang des ehemaligen Hafenbeckens entsteht in den nächsten Jahren ein gemischtes Wohn- und Büroquartier Foto: HafenCity Hamburg GmbH/wb
 
Jürgen Bruns-Berenteig, HafenCity Hamburg GmbH, erläuterte die Bauvorhaben Foto: ch
Hamburg: Baakenhafen |

Das Hamburger Wohn-Quartier soll sich in Richtung Osten ausbreiten

Von Christian Hanke
HafenCity
Die HafenCity wächst. Nun auch im Osten, entlang des Baakenhafens bis zu den Elbbrücken. Erste Wohngebäude werden derzeit an der Nordseite des ehemaligen Hafenbeckens errichtet. Was hier und in den übrigen Teilen der HafenCity in den nächsten Monaten und Jahren geschehen soll, fasste der Geschäftsführer der HafenCity Hamburg GmbH, Jürgen Bruns-Berenteig, auf der Jahrespressekonferenz der GmbH zusammen.

Bis 2021 rund 3.000 neue Wohnungen

Der Blick geht nach Osten, zum Gelände zwischen Überseequartier und Elbbrücken, derzeit weitgehend eine riesige Brachfläche. 2021 dürften hier wohl rund 3.000 Wohnungen bezugsfertig sein. Am östlichen Ende des Baakenhafens bei den Elbbrücken werden dann rund 13.000 Menschen in neuen Gewerbegebäuden arbeiten. Ein neues Stadtviertel für Menschen aller Einkommensschichten soll beiderseits des Baakenhafens entstehen. 39 Prozent der Wohnungen werden gefördert. Auch soziale Träger, Baugenossenschaften und Wohngruppen werden bauen.

Gesamte soziale Bandbreite

„Die gesamte soziale Bandbreite der Stadt findet hier Platz“, versprach Jürgen Bruns-Berenteig. Eine vierzügige Grundschule ist vorgesehen. Für 200 Kita-Plätze wird gesorgt. Attraktiver Mittelpunkt wird eine 1,5 Hektar große Halbinsel in der Mitte des Baakenhafens mit Freizeitmöglichkeiten, die durch eine Fußgängerbrücke erschlossen wird. „Schon in diesem Sommer kann man am Baakenhafen bis zu der Insel spazieren gehen“, lud Jürgen Bruns-Berenteig ein. Der Osten der HafenCity soll ein Musterbeispiel nachhaltiger, energiebewusster Bauweise mit zukunftsweisenden Mobilitätskonzepten werden. Die Abwärme der Kupferhütte von Aurubis wird die östliche HafenCity nicht kalt werden lassen, Dämmvorgaben werden nicht weiter verschärft, stattdessen wird solare Energiegewinnung verstärkt.

Carsharing und E-Autos

Außerdem werden Carsharing und Elektromobilität ganz groß geschrieben. Die östliche HafenCity soll Europas größtes quartierbezogenes Innovationsprojekt mit diesen Konzepten der Fortbewegung werden. Autos will man hier in nicht allzu großer Anzahl sehen. Benziner schon gar nicht. Nur 40 Stellplätze werden pro 100 Wohnungen bereitgestellt. Wer hier wohnt, fährt am besten Bahn. Dabei hilft, dass die U4 ab Dezember 2018 bis zu den Elbbrücken fahren wird. Dort besteht dann die Möglichkeit, in die S-Bahn umzusteigen die dort ebenfalls einen Bahnhof erhält.
Aber nicht nur im Osten, auch im weitgehend fertiggestellten Westen und in der halbfertigen Mitte der HafenCity gibt es noch viel zu tun.

Festival „Theater der Welt 2017“

Im südlichen Überseequartier liegen die Baugenehmigungen vor. Die Baugrube wird noch in diesem Jahr eingerichtet. Rund 1.100 Wohnungen und etwa 6.100 Arbeitsplätze entstehen. Im nördlichen Überseeequartier wird das letzte große Bauprojekt mit einem 70 Meter hohen Turm am Magdeburger Hafen realisiert. Hier im Herzen der HafenCity kommt auch die Kultur nicht zu kurz. Ein großer Kinokomplex mit zehn bis zwölf Sälen (2.700 Plätze) ist geplant sowie ein kleineres „Premiumkino“ mit rund 440 Plätzen. Für Kulturglanz wird vom 25. Mai bis 11. Juni das Festival „Theater der Welt 2017“ am Baakenhöft sorgen, dort, wo das Thalia Theater schon häufiger zu Gast war.

Weitere Wohntürme

Bald los geht es am Strandkai, dem letzten noch unbebauten Areal der westlichen HafenCity, mit zwei weiteren Wohntürmen, „Brüdern“ des Marco-Polo-Towers, die für etwa 500 Wohnungen Platz bieten werden. Insgesamt werden dieses Jahr in der HafenCity rund 320.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche in die Realisierung gehen. Trotz der damit verbundenen weiteren Veränderung dieses Teils von Hamburg, einer Fläche von insgesamt 157 Hektar ehemaligen Hafengebiets, bleibt in einem Teil die dunkle Vergangenheit der Stadt nicht ausgeschlossen. Am 10. Mai wird östlich des Lohseparks das „denk.mal Hannoverscher Bahnhof“ eingeweiht, das an die rund 8.000 Deportierten erinnert, die vom ehemaligen Hannoverschen Bahnhof in die NS-Vernichtungslager transportiert wurden. Nahebei entsteht ein Dokumentationszentrum, das über diese Vorgänge informiert. 2030 wird die HafenCity voraussichtlich vollständig fertiggestellt sein.
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