Hamburgs perfekter Konzertsaal

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Die Besuchergruppe aus Rahlstedt in der Elbphilharmonie Foto: rg
Hamburg: Platz der Deutschen Einheit 1 |

Blick hinter die Kulissen der Elbphilharmonie – Rahlstedter beeindruckt

Von Rainer Glitz
Rahlstedt
Es ist voll am Eingang von Hamburgs neuer Touristenattraktion. Auch 30 Besucher aus Rahlstedt stehen an den Drehkreuzen der Elbphilharmonie an. Dann geht es mit der längsten Rolltreppe der Stadt nach oben, ein langer weißer Tunnel. Nach 82 Metern erreicht man das erste Panoramafenster mit Blick auf den Hafen. Spektakulär? Es geht noch besser, eine weitere Rolltreppe höher auf der Plaza. Dort kann man einmal um das Gebäude gehen und staunen. Doch hier beginnt die Führung für die Rahlstedter erst, organisiert von der SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Astrid Hennies. Mit einem Fahrstuhl geht es in den 13. Stock. Der Blick noch einmal spektakulärer. Doch es geht um das Haus selbst. „Der Star ist das Gebäude“, erklärt Führerin Desiree van de Pol.

Hamburgs längster Bar

Es geht vorbei an Hamburgs längster Bar: 21 Meter. Wer mag, kann hier ein Gläschen Champagner schlürfen, Kostenpunkt 14,50 Euro. „Die Leuchtstoffröhren an der Decke sind auf den Dirigenten ausgerichtet“, erklärt van de Pol. Die Gruppe folgt dem Fingerzeig, es geht in den Großen Saal. Die Augen müssen sich erst an das Halbdunkel gewöhnen, dann erkennt man die Bühne in der Mitte und die geschwungenen Ränge mit den insgesamt 2.100 Plätzen. Der Saal erinnert an einen Weinberg. Und der bietet nicht nur von jedem Platz aus freien Blick auf das Orchester, sondern auch eine erstklassige Akustik. Dazu trägt der riesige Reflektor bei, der über der Bühne schwebt. Die Wände sind mit 10.000 per Hand gefrästen Platten aus Gips und Altpapier verkleidet, die Montage dauerte zwei Jahre. Und selbst die Sitze mit einem grauen Wolle-Tweed-Bezug hat der Starakustiker aus Japan mit einberechnet. „Es sollte der perfekte Konzertsaal werden“, erläutert Desiree van de Pol. Der Saal selbst lagert auf 362 Stahlfederpaketen, deshalb dringt auch kein Lärm aus dem Hafen ins Innere.

Orgel mit 4.750 Pfeifen

Die Gruppe bestaunt die Orgel mit ihren 4.750 Pfeifen. Sie reichen von elf Millimeter bis zehn Meter Länge. Fast nebenbei erfahren die Rahl-stedter, dass es vier Wochen dauert, alle 1.100 teils gebogenen Verbundglasfenster der Elbphilharmonie zu putzen. Übrigens von unten nach oben. Sieben Mitarbeiter sind damit ständig beschäftigt, außer im Herbst und Winter. Den Besuchern hat die Tour gefallen. „Toll, sagenhaft. Ich werde mir jetzt Tickets kaufen“, sagt Irene Pophal. Auch Astrid Hennies ist begeistert: „Ganz Hamburg profitiert von der Elbphilharmonie“, ist die Rahlstedter SPD-Abgeordnete überzeugt.

Weitere Infos: Elbphilharmonie
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