Moderne Grundschule

Anzeige
Perspektivisch ist der Ausbau der Grundschule Domschule St. Marien zu einer mehrzügigen Grundschule mit besonderem Profil im Stadtteil St. Georg angedacht Foto: kshh

Katholischer Schulverband investiert 60 Millionen Euro

Von Matthias Röhe
St. Georg. Die gute Nachricht: Der größte Privatschulträger in Hamburg, der Katholische Schulverband, plant in den kommenden zehn Jahren etwa 60 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung seiner stadtweiten Standorte zu investieren. Damit startet der Verband sein umfangreichstes Investitionsprogramm. Finanziert werden unter anderem Erweiterungen der Grundschulen sowie die Umstellung einiger Standorte auf Ganztagsschulen. „Die Investitionssumme wird durch Unterstützung des Erzbistums Hamburg, durch eigene Aktivitäten des Katholischen Schulverbandes sowie durch einen Zuschuss der Stadt Hamburg realisiert“, sagte Dompropst Franz-Peter Spiza, der Verwaltungsratsvorsitzende des Schulverbands auf einer Pressekonferenz.
Einigung mit Schulbehörde
Im November 2012 beklagte der Schulverband die unzureichende staatliche Mitfinanzierung für den Ausbau der Ganztagsschulen und die mangelnde Gesprächsbereitschaft von Schulsenator Ties Rabe – nun konnte Dompropst Spiza eine Einigung verkünden: „Unsere Grundschulen werden bei den laufenden Kosten gleich behandelt wie die staatlichen Schulen. Wir bekommen 2,5 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt für den Bau von Kantinen. Das entspricht einem Betrag von 600 Euro je Grundschüler.“
Mit dem Schulstandortentwicklungsplan schafft der Katholische Schulverband zudem die neue Basis für neue pädagogische Perspektiven und schulübergreifende Kooperationsmodelle. So werde der Standort Sankt-Ansgar-Schule in Borgfelde gestärkt und ausgebaut. „Wir prüfen derzeit die Möglichkeiten einer räumlichen Erweiterung am bestehenden Standort oder auch in der näheren Umgebung. Wir könnten uns auch eine Anmietung von Gebäuden in der Umgebung vorstellen“, sagte Volker Reitstätter (stellvertretender Schuldezernent). An diesem Standort jesuitischer Tradition sollen Schüler zukünftig alle Bildungsabschlüsse ermöglicht werden.
Die schlechte Nachricht: Im Gegenzug soll wegen der beengten Raumsituation der Stadtteilschulzweig der Domschule St. Marien geschlossen werden. „Wir werden den Schülern eine zukunftsfähige Alternative an der Bürgerweide bieten“, erklärte Volker Reitstätter. Die Klassenräume der Grundschule an der Schmilinskystraße 70 hingegen werden mit einem Investitionsvolumen von etwa 500.000 Euro modernisiert. Geplant sind zudem der Ausbau einer mehrzügigen Grundschule mit Vorschule und eine Verzahnung von Kindertagesstätte und Grundschule.
Anzeige
Anzeige
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.
Anzeige
Anzeige