Warum Deutschland dringend zum Fahrradland werden muss

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(Foto: Thomas Max Müller / pixelio.de)
Das Auto ist dem Deutschen lieb wie sonst kaum etwas anderes. Deutschland wird nicht nur aufgrund seiner vielen erfolgreichen Automobilhersteller als Autonation bezeichnet, sondern auch, weil die Deutschen so unglaublich verrückt nach ihren Fahrzeugen sind. Während man in Frankreich einparkt, indem man die Autos vor und hinter sich anschiebt, würde einem in Deutschland bei einem solchen Manöver wahrscheinlich direkt eine Zivilklage ins Haus flattern. An dem Denken der Deutschen und auch am Handeln der Bundesregierung muss sich in Bezug auf dieses Thema einiges ändern, denn gerade in Anbetracht des Gesundheitswesens und des Umweltschutzes darf das Auto nicht das wichtigste Fahrzeug in unserem Land bleiben. Vielmehr müsste einiges dafür getan werden, dass die Position des Autos bald vom Fahrrad eingenommen wird.

Bis zum Jahr 2020 plant die Bundesregierung, den Radverkehrsanteil von zehn auf bundesweit 15 Prozent zu steigern. Was im Vergleich zu der kurzen Zeitspanne wenig klingt, ist im Vergleich zu anderen Ländern jedoch verschwindend gering, wenn man bedenkt, dass in Ländern wie den Niederlanden oder Dänemark der Anteil von Radfahrern im Straßenverkehr schon jetzt bei 31 beziehungsweise 19 Prozent liegt. Wichtig ist hierfür in Deutschland auch der entsprechende Ausbau der Infrastruktur. Mehr Radwege, vor allem so genannte Radschnellwege, ein größeres Radverleihsystem und großzügigere Abstellanlagen wären hierfür ein guter Anfang. Gerade in Studentenstädten mit einem hohen Anteil an jungen Leuten, von denen sich viele gar kein Auto sondern nur ein Fahrrad leisten können, müsste die Infrastruktur diesbezüglich einen großen Schritt nach vorne machen.
Während außerdem Verkäufer in anderen Branchen einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent genießen dürfen, sind es bei Fahrradgeschäften noch immer die üblichen 19 Prozent. Die Regierung müsste zudem erkennen, dass gerade in Zeiten der Energiewende, die ebenfalls durch die Eindämmung vom Abgasausstoß lebt, das Fahrrad einen sehr viel höheren Stellenwert einnehmen müsste als das Auto. Insbesondere aus dem Grund, dass die Elektromobilität im Bereich der motorisierten Fahrzeuge nur schleppend vorankommt. Der Verkehr macht schließlich in Deutschland allein 20 Prozent der CO2 Emissionen aus. Grenzwerte bei Feinstaub und Stickoxiden in den Großstädten sind ebenfalls nicht zu unterschätzen. Würde die Zahl der Verkehrsteilnehmer mit Autos eingeschränkt und dafür die Zahl der Radfahrer erhöht werden, dann hätte sich dieses Problem wahrscheinlich in ein paar Jahrzehnten von selbst erledigt. Davon hängt auch die Gesundheit der Menschen ab, die übrigens durch das regelmäßige Radfahren sich selbst fitter halten, als wenn sie jede Fahrt mit dem Auto unternehmen.


Quelle:
- www.pd-f.de/2013/09/25/eb13_pma-am_aufs-rad-setzen/
- Fahrrad-xxl.de
- www.nationaler-radverkehrsplan.de/neuigkeiten/news.php?id=3646

Fotoquelle: Thomas Max Müller / pixelio.de
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2 Kommentare
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Elke Noack aus Rahlstedt | 27.09.2013 | 16:47  
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Elke Noack aus Rahlstedt | 23.10.2013 | 11:11  
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