G20-Krawalle: So erlebte Jana Wagenhuber die Gewalt!

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Jana Wagenhuber hat das Chaos in Hamburg hautnah miterleben müssen (Foto: Polizei Hamburg / privat)
 
Die Polizei entfernt am Samstagnachmittag die Spuren einer brutalen Nacht (Foto: Bundespolizei über Polizei Hamburg)

HAMBURG - Schauspielerin Jana Wagenhuber erlebte, wie so viele Anwohner, die Angst und beispiellose Gewalt während des G20-Gipfels. Die Hamburgerin war in der Hansestadt, als die Randale ausbrach. Der ehemalige Big Brother Star spricht offen über seine Angst in einer selbst für die Polizei beispiellosen Krawall-Nacht.

Es sind hässliche Bilder von Plünderungen und Brandstiftung, die um die Welt gingen. Bilder, die sich auch bei den Hamburgern einbrannten. Selbst in der Nacht zum Sonntag kam es wieder zu Auseinandersetzungen im Schanzenviertel und am Pferdemarkt. Die Nacht davor erlebte Hamburg einen Gewaltexzess nie dagewesenen Ausmaßes. Viele Bürger waren in großer Angst. Auch Schauspielerin Jana Wagenhuber, das gibt sie ehrlich zu. "Mein geliebtes, wunderschönes Hamburg gleicht einem Schlachtfeld und wurde so zerstört. Das tut im Herzen weh."

Viele Menschen haben geweint

Der Albtraum begann für Jana bereits am Freitagmorgen. "Da standen Kleinwagen mit Kindersitzen in Flammen", erinnert sich die gebürtige Hamburgerin. Sie war auf dem Weg zum Einkaufen. "Wenn der Nissan Micra einer Mutter ohne Vollkaskoversicherung abbrennt, was ist das für ein Protest gegen die angeblich gemeinen 'Bonzen'?" Wie viele Menschen müssen an diesem Tag geweint haben, gibt uns Jana bedrückt zu bedenken.

In Blankenese schlugen sie wieder zu

Jana erging es wie den vielen Einwohnern der Hansestadt auch: Sie war den Krawallmachern hilflos ausgeliefert. "Die Leute in schwarz sind an uns vorbei gezogen, hatten brennende Molotovcocktails in der Hand und haben einfach Autos und Hauseingänge angesteckt. Es hätten Menschen dabei sterben können. Dann lief der Mob an den Landesbrücken vorbei, warf Pflastersteine auf Unbeteiligte und Polizisten." Jana telefonierte kurz danach mit ihren Eltern, ob es ihnen denn gut ginge. "Ich habe erfahren, dass sich die Chaoten in Blankenese neu organisiert haben." Die Familie von Jana wohnt in diesem Stadtteil. "Die Anwohner dort mussten ebenso hilflos zusehen, wie Vermummte ihre Autos abfackelten." Das Schlimme war, dass die Gewaltbereiten bestens vernetzt waren und überall in der Stadt zugeschlagen haben.

Jana: "Es war wie im Krieg"

Für Wagenhuber war gerade der Freitag ein Spießrutenlauf durch eine ohnehin abgesperrte Stadt im Ausnahmezustand. "Überall brannten Autos, Rauch stieg auf. Es war wie im Krieg." Jana wollte nur noch nach Hause. Sie kaufte ein; soviel, dass sie für mehrere Tage nicht mehr das Haus verlassen müsste. Über sie kreisten Hubschrauber, Sirenen heulten, Menschen schrien vor brennenden Barrikaden. Einige riefen vor Begeisterung. Chaoten feierten die blinde Zerstörungswut. Die Schauspielerin, die erst kürzlich für Bella Block in Hamburg drehte, verbarrikadierte sich in der Nacht zu Samstag in ihrer Wohnung. An schlafen war nicht zu denken. "Ich hörte die ganze Nacht die Hubschrauber."

Nur Beethovens 9. hat geklappt

Jana ist erleichtert, dass der Gipfel vorbei ist und mit ihr hoffentlich auch die Gewalt in Hamburg. "Die Randalierer haben unsere Straßen zerstört, Wände beschmiert und Existenzen vernichtet." Wagenhuber ist sich sicher, dass es lange dauern wird, bis die Hansestadt sich von dieser G20-Randale erholen werde. "Das Einzige was bei diesem G20-Gipfel geklappt hat war Beethovens 9.". Das Konzert für die Staatspräsidenten in der Elbphilharmonie am Freitagabend. Für die Hamburger, so auch für Jana Wagenhuber, hinterlässt der Gipfel fast 500 verletzte Polizisten, entsetzte Bürger, Zerstörung, ein schlimmes Image für die Hansestadt und noch nicht absehbare Schäden in Millionenhöhe. "Unfassbar!"
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