„Sport-Leuchtturm“ für Hamburgs erste konsequent behindertengerechte Sporthalle

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.: (v.l.) Laudator: Staatsrat Karl Schwinke (Behörde für Inneres und Sport), Hanns-Stephan Haas (Vorstand Stiftung Alsterdorf), Lena Pflugstert (Schülerin Bugenhagen-Schule), Thomas Eisenreich (Vorstand Stiftung Alsterdorf), Hanka Nagel (Leitung Fundraising Stiftung Alsterdorf), Bärbel Reichmann (Stufenkoordinatorin Bugenhagenschulen), Wibke Berlin (Leitung Sport & Inklusion Stiftung Alsterdorf) und Imke Spannuth (Fundraising Stiftung Alsterdorf) Foto: Arndt Streckwall
 
Das erste umfassend behindertengerechte Sporthalle in der Modellansicht
Hamburg: Rathaus |

Alexander Otto Sportstiftung ehrt auf der Werner-Otto-Preisverleihung das Projekt der Evangelischen Stiftung Alsterdorf


Die Alexander Otto Sportstiftung hat gestern zum vierten Mal im Rathaus während eines Senatsempfangs den mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Werner-Otto-Preis im Hamburger Behindertensport verliehen. Erstmals ehrte die Sportstiftung zusätzlich mit dem „Hamburger Sport-Leuchtturm“ zwei Projekte, die über Hamburg hinaus eine besondere Strahlkraft haben. So wurde die Evangelische Stiftung Alsterdorf für den Bau der ersten umfassend behindertengerechten Sporthalle in Alsterdorf ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ist mit einer projektbezogenen Förderung verbunden. Ein weiterer „Sport-Leuchtturm“ ging an den Hamburger SV in Kooperation mit dem Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg für den Aufbau des inklusiven Rollstuhlbasketball-Teams. Den mit 15.000 Euro dotierten Werner-Otto-Preis erhielt die Handball-Initiative Freiwurf Hamburg.

Eine Fachjury, der u.a. die Hamburger Paralympionikinnen Edina Müller und Dorothee Vieth angehörten, kürte die Gewinner unter 27 eingereichten Projekten. Preiswürdig waren Projekte im Bereich des Hamburger Behindertensports, die zur Inklusion und Förderung behinderter Menschen im Sport beitragen. Die Preisverleihung fand im Rahmen eines Senatsempfangs im Beisein von Sportsenator Michael Neumann, Alexander Otto sowie rund 150 Gästen aus Hamburgs Sport, Politik, Wirtschaft, Kultur und Medien im Hamburger Rathaus statt.

In der ersten umfassend behindertengerechten Sporthalle in Alsterdorf werden rund 64.000 Sportlerinnen und Sportler Sport treiben, darunter viele seh-, hör-, körperlich sowie geistig behinderte Menschen. Die Halle entspricht den unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer Nutzer: So werden beispielsweise die Umkleiden mit Stützgriffen und rollstuhlunterfahrbaren Bänken ausgestattet. Die Türen sind automatisiert. Die Beschriftung mit Pyramiden- und Braille-Schrift sowie ein einfaches und zugleich kontrastreiches Farbkonzept dienen als Orientierungshilfen. Die Hallenzeiten für den inklusiven Schulsport werden rund 40 Prozent betragen, für öffentlichen Behinderten- und Inklusionssport nahezu 30 Prozent. Dabei sollen Hallenzeiten für Behindertensportvereine nach Möglichkeit mietfrei angeboten werden. Darüber hinaus werden vielfältige Sportangebote für Menschen mit und ohne Behinderung geschaffen, die zuvor mangels geeigneter Sportstätten nicht möglich waren. Zudem wird die Evangelische Stiftung Alsterdorf dem Mangel an qualifizierten Lehrern und Übungsleitern im inklusiven Sport begegnen, indem sie eine bislang einmalige nationale Qualifizierungsinitiative startet. Im letzten Herbst wurde das Richtfest gefeiert, im März 2014 wird die Halle eröffnet.

Mit Hilfe der Aktion ‚Eine Million Bauherren gesucht‘ wurden bereits viele Spenden für den Bau von Hamburgs erster konsequent behindertengerechter Sporthalle gesammelt. Hierfür gehen Schüler, Eltern und Lehrer der Bugenhagen-Schulen u.a. mit Aktions-T-Shirts, Bausteinen, Spendendosen und Flyern auf die Menschen in Hamburg zu. Jeder kann mit einer Spende in beliebiger Höhe das Projekt unterstützen. Als Dank können die Spender einen Kinderbaustein mit ihrem Namen versehen. Die gespendeten Bausteine werden in der Aula in einem entsprechenden Modell verbaut. So wird für alle sichtbar, wie die Sporthalle durch das Engagement der vielen Bauherren Schritt für Schritt wächst. Unterstützt wird die Aktion zudem durch zahlreiche prominente Botschafter aus Sport, Kirche, Kultur und den Medien. Dank des Engagements von Unternehmen, Stiftungen wie auch zahlreicher Bürger konnten Spenden und Förderzusagen von mehr als 900.000 Euro erreicht werden, ferner erhielt die Stiftung Alsterdorf eine Zuwendung von 1,225 Millionen Euro für die Sporthalle samt Schulungszentrum von der Stadt. Für eine weitere behindertengerechte Sonderausstattung fehlen noch 200.000 Euro.
Weitere Informationen unter www.alsterdorf-helfen.de

Die Alexander Otto SportstiftungUnternehmer und Mäzen Alexander Otto hat seine Sportstiftung 2006 gegründet. Seitdem hat die Stiftung Projekte in einem Umfang von mehr als 12 Mio. Euro gefördert, darunter u.a. den Bau der Volksbank Arena und die Modernisierung des Haus des Sports. Zudem lobt die Stiftung jedes Jahr den Werner-Otto-Preis im Hamburger Behindertensport aus.
Weitere Informationen unter www.alexander-otto-sportstiftung.de
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