Das Arbeitszeugnis – wozu dient es und wer braucht es?

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Arbeitszeugnis

Schon während unserer Kindheit und in der Jugend haben wir regelmäßig in der Schule ein Zeugnis erhalten. Der Inhalt dieses Zeugnisses diente der Leistungsbeurteilung in den einzelnen Schulfächern. Doch mit dem Schulabgang hört die Leistungsbeurteilung nicht auf. Denn auch in der Arbeitswelt werden wir ständig beurteilt. Sobald das jeweilige Arbeitsverhältnis beendet wird, hat man als Arbeitnehmer das Anrecht auf ein ordentliches Arbeitszeugnis. Eben dieses Arbeitszeugnis spiegelt letztlich auch die Arbeitsleistung wider, beinhaltet aber auch die übertragenen Aufgaben und das Sozialverhalten.

Während in einem Schulzeugnis auch eine Benotung wie „mangelhaft“ (Note 5) oder sogar „ungenügend“ (Note 6) angegeben werden darf, ist dies in einem Arbeitszeugnis allerdings verboten. Denn ein Arbeitszeugnis darf niemals schlecht ausfallen, auch wenn die Arbeitsleistung des Arbeitnehmers absolut unterirdisch gewesen sein mag.

Damit nun ein Arbeitgeber den Arbeitnehmer auch mit positiven Worten realistisch bewerten kann, haben sich vielerlei Floskeln und Formulierungen entwickelt, deren Wortlaut durchaus stets vorteilhaft klingt. Doch nicht alles, was auch positiv klingt, ist auch wirklich positiv gemeint, was es dem Arbeitnehmer mitunter schwer macht, zu erkennen, ob es sich dabei nun um eine gute oder eine schlechte Bewertung handelt.

Darauf wird der neue Arbeitgeber zuerst achten


Gerade in großen Unternehmen gehen beinahe täglich mehrere Bewerbungen ein. Für Personalchefs würde dies im Normalfall einen enormen Aufwand bedeuten, doch da er so viel Zeit nicht investieren kann, konzentriert er sich meist erst einmal auf das Arbeitszeugnis, um vorab schon mal eine Vorauswahl zu treffen. In den meisten Fällen wird dabei erst einmal das Ende des Arbeitszeugnisses betrachtet, ganz nach dem Motto „Ende gut, alles gut“. Wünscht der Arbeitgeber seinem ausscheidenden Mitarbeiter beispielsweise alles Gute für die Zukunft und bedauert dessen Ausscheiden, klingt dies zumindest schon mal sehr wohlwollend. Wird hingegen lediglich eine sehr kurze Schlussformel verwendet oder fehlt diese ganz, muss hier etwas faul sein und die Bewerbung wird aussortiert.


Je länger und ausführlicher, desto besser


Es gibt viele versteckte Hinweise, die auf die Qualitäten des Arbeitnehmers und seine Wertschätzung durch den Arbeitgeber hindeuten. Ein gutes Arbeitszeugnis ist in der Regel recht ausführlich geschrieben. Ist es hingegen verdächtig kurz gehalten, ist dies schon mal ein schlechtes Zeichen. Aber auch beim Briefpapier wird getrickst. Denn gerade große Unternehmen besitzen meist ein offizielles Briefpapier und dann noch einen sogenannten Repräsentationsbogen. Durch den Druck des Arbeitszeugnisses auf dem Repräsentationsbogen wird der Wertschätzung durch den Arbeitgeber zusätzlich Ausdruck verliehen. Ein Hinweis auf mangelnde Wertschätzung hingegen lässt die Verwendung des normalen Briefpapiers zumindest vermuten.

Weiterführende Informationen erhalten auf dem Themenportal Zeugnisdeutsch.de
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