AD(H)S und Schule

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Bis zur Schulzeit kann man als Eltern mit einem AD(H)S Kind irgendwie „durchmogeln“, doch spätestens mit Schuleintritt tauchen meist ernsthafte Probleme auf. Die Kinder können sich nicht einfügen, sind laut und können sich nicht konzentrieren. Wenn man ein paar Regeln beachtet, kann sogar der Schulalltag gelingen.

- Das Kind gehört in die erste Reihe

Viele Lehrer sind schnell davon überzeugt, dass der „Störenfried“ in die letzte Reihe verbannt werden muss. Doch das ist genau der falsche Weg. Ein Kind mit Konzentrationsschwierigkeiten, egal ob mit oder ohne ADHS gehört in die erste Reihe mit direktem Blickkontakt zum Lehrer. Der Lehrer kann das Kind durch kurzfristige Berührungen „aus dem Traumland in den Unterricht „ zurück holen.

- Bewegung einbauen

Da ADHS ´ler Schwierigkeiten haben, lange still zu sitzen sollte der Lehrer gezielte Bewegungen einbauen. Das erleichtert die Schulstunde meist für alle Beteiligten. Auch die anderen Kinder provetieren von kurzen Bewegungseinheiten. Ebenso kann die Lehrkraft das Kind auf „Botengänge“ schicken und um seine Hilfe beten. ADHS ´ler helfen gerne, was wiederrum die Beziehung zum Lehrer verbessern kann.

- Hüpfball

Oftmals hat es sich bewährt, wenn das Kind im Unterricht auf einem Hüpfball sitzen kann. Hierfür sind allerdings klare Regeln notwendig und die Lehrkraft muss das Kind „kontrollieren“ können.

- Klare Regeln

Die Lehrkraft muss mit dem Kind klare Regeln vereinbaren – immer nur eine zur Zeit. Diese Regel wird mit der Lehrkraft solange geübt, bis sie funktioniert, dann kann eine weitere Regel eingeführt werden. Viele Lehrer machen den Fehler, mit dem Kind zu viele Regeln zu vereinbaren „still sitzen“, „nicht schreien“, „warten, bis er an der Reihe ist“, „nicht hauen“. Das alles ist eindeutig zu viel für die Kinder.

- Auszeit aber sinnvoll

Lehrer kennen und vollziehen zwar die Auszeit – aber nicht korrekt. Gegen die Auszeit an sich ist nichts einzuwenden. Die Auszeit funktioniert aber nicht über die Auszeit an sich, sondern über das Lob, welches anschließend erfolgen muss. Regel: 1 Auszeit – 7 Mal ehrlich loben.

- Verstärkerpläne

Funktionieren auch in der Schule und können dort wunderbar in den Alltag integriert werden.

- Lehrerkollegium

Alle Lehrer, die in einer Klasse mit einem ADHS´ler unterrichten, müssen die gleichen Regeln und die gleichen Konsequenzen vereinbaren. Es bringt ein ADHS Kind völlig aus dem Konzept, wenn Lehrer A dies möchte und D das – das kann ein ADHS Kind nicht umsetzen.

- Ritalin nur in schwerwiegenden Fällen

Immer noch legen Lehrkräfte den Eltern nahe, sie mögen ihre Kinder medikamentös behandeln lassen. Doch hierfür gibt es klare „Leitlinien“, an die sich jeder Arzt halten sollte. Diese besagen, dass Ritalin & Co. nur in den Fällen verschrieben werden darf, in denen nichts anderes funktioniert. Lassen sie sich hier auf keine Diskussionen ein und zu nichts überreden, was sie nicht möchten.

- Holen sie sich Hilfe

Wenn sie denken, sie kommen in der Schule nicht weiter, die Hausaufgabensituation macht sie fertig, dann holen sie sich Hilfe. Lerntherapeuten, die sich auf ADS/ADHS spezialisiert haben, beraten auch die Schulen im Umgang mit diesen Kindern.


ADHS und Schule
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