Asperger - Autismus und lernen

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Das Asperger – Syndrom zählt zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen mit Beginn in der Kindheit und wird heute mit allen anderen autistischen Erscheinungsformen als ASS – Autismus – Spektrums – Störung zusammengefasst.

Das Asperger – Syndrom zählt zu den tiefgreifenden Entwicklungsstörungen mit Beginn in der Kindheit. Kinder mit dem Asperger – Syndrom werden oftmals erst im Laufe der Schulzeit diagnostiziert, da sie intellektuell unauffällig sind und in der Schule gut mitkommen. Da diese Kinder oftmals hochintelligent sind, entwickeln sie darüber hinaus vielfältige Kompensationsmöglichkeiten, um ihre „Schwächen“ zu verbergen.

Auffällig werden diese Kinder, durch die Schwierigkeiten im Sozialkontakt. Allen Autisten gemeinsam ist die Schwierigkeit, sich in andere Menschen hinein zu versetzen, Kontakte herzustellen und adäquat auf Kontakte zu reagieren. Da ihnen die Fähigkeit des „Perspektivenwechsels“ fehlt, oder nicht optimal ausgebildet ist, haben sie Schwierigkeiten andere Menschen zu verstehen.

Dieser Mangel u. a. an den Fähigkeiten

- Mimik, Gestik zu entschlüsseln
- Perspektivenübernahme
- Ihre eigenen Gefühle adäquat zu kennen und zu äußern
- Zusammenhänge nicht zu erkennen
- Soziale Regeln nicht im Zusammenhang zu verstehen

führt unweigerliche zu Schwierigkeiten im sozialen Kontext.

Autistische Menschen nehmen ihre Umwelt anders war, da sie Reize und Informationen anders abspeichern und nicht adäquat verknüpfen. Sie nehmen ihre Umwelt oft als zu laut oder zu leise war, sehen Farben greller oder dunkler und finden unterschiedliche Dinge einfach unangenehm.
Dies führt dazu, dass vor allem Kinder mit Autismus oft Hyperaktiv sind, an mangelnder Konzentration leiden ( auch eine Folge der veränderten Wahrnehmungen ), Aggressiv werden können, Stereotypien aufweisen oder Unruhig sind. Oftmals wird hierbei eine AD(H)S diagnostiziert, statt eines Asperger – Syndroms ( oder beides ).

Doch diese Kinder wollen und können lernen, sie sind nicht dumm sondern vielfach hochintelligent. Diese Kinder sind genauso wissbegierig, wie andere Kinder auch, nur benötigen sie andere Voraussetzungen zum Lernen und haben oftmals ihre eigenen Spezialgebiete, auf denen sie echte Asse sind.

Eine begleitende Lerntherapie kann Kindern mit Asperger – Autismus in vielerlei Hinsicht helfen. In den Lerntherapien können individuelle Lerntechniken vermittelt werden, mit viel Struktur und Routine. Darüber hinaus haben sich z. B soziale Kompetenztrainings bewährt, die aber individuell auf jedes Kind mit ihrem individuellen Umfeld abgestimmt sein sollten. Ein vorgefertigtes soziales Kompetenztraining ist nicht sinnvoll, da es auch unter dem Erscheinungsbild des Asperger – Autismus sehr viele individuelle Varianten gibt, die berücksichtigt werden müssen. Inhalt eines Trainings sollte auf jeden Fall die Schulung der Perspektivenübernahme sein. Die Fähigkeit, die Wünsche und Ansichten eines Gegenübers zu erkennen, sowie die Zusammenhänge und Regeln im sozialen Miteinander zu verstehen, sind die Grundbasis für ein Miteinander.
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