Legasthenie

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Die Statistik gibt an, dass ca. 2 – 4 % aller Kinder in Deutschland an einer Legasthenie leiden. Das heißt, dass in einer Klasse mit ca. 30 Schülern mindestens ein Kind mit Legasthenie zu finden ist. Doch wie entsteht die Legasthenie und können diese Kinder wirklich nicht schreiben?

Legasthenie, oder auch LRS oder Dyslexie genannt, ist eine genetische Störung der Hirnfunktionen. Diese Störung erschwert das Erlernen von Lesen und Schreiben trotz normaler oder auch höherer Intelligenz. Dies kann sich im Extremfall in einer völligen Schreib – und Leseunfähigkeit äußern, welches aber selten ist.

Viele Menschen fragen sich, ob diese Kinder wirklich nicht schreiben und lesen können oder ob sie einfach faul und unwillig oder dumm sind. Diese Kinder und auch Erwachsene sind sicher nicht dumm. Sie verfügen über einen normalen bis sogar höheren IQ und können in allen anderen Bereichen herausragende Leistungen erzielen.

Neuere Forschungen haben ergeben, dass diese Auffälligkeiten auf den Chromosomen 6 und 15 zu finden sind. Somit ist die Legasthenie genetisch bedingt und die Betroffenen haben keinerlei Einfluss darauf.
Man geht in diesem Zusammenhang davon aus, dass sich ca. im 4. Schwangerschaftsmonat Zellen u. a nicht weiter entwickeln, b. z .w nicht weiter gewandert sind. Diese Störungen sind überwiegend in der linken Hirnhälfte zu finden, was zu einer inoptimalen Funktion der linken Gehirnhälfte führt.
Die linke Gehirnhälfte ist für viele Aufgaben zuständig:

- Sprache
- Schrift und Symbole
- Lesen
- Rechnen
- Regeln
- Zuhören

In diesem Zusammenhang wird ebenfalls der Zusammenhang zwischen Legasthenie und AD(H)S deutlich. Viele AD(H)S ´ler haben eine gleichzeitig vorhandene Legasthenie. Die Schwierigkeiten von AD(H)S ´lern Regeln einzuhalten und zu akzeptieren ist ebenfalls auf der linken Gehirnhälfte untergebracht.

Wissenschaftler konnten belegen, dass die Zellstruktur der Legastheniker Besonderheiten aufweist. Die Neuronenketten sind hier nicht, wie im Normalfall säulenförmig angeordnet, sondern „durcheinander“. Darüber hinaus weißen die Nervenzellstrukturen an der Oberfläche eine Zellanordnung auf, die hier nicht hin gehören.

Legasthenie wird meist erst dann „sichtbar“, wenn die Kinder in die Schule kommen, b.z.w nach den ersten ein bis zwei Schuljahren. Die Kinder fallen dadurch auf, dass sie einfach nicht mitkommen, Unaufmerksam sind, viel langsamer lesen als alle anderen und mit Buchstaben „einfach nichts anfangen“ können.

Dennoch gibt es einige „Frühwarnzeichen“, die bereits in Kleinkind – und Vorschulalter erkennbar sind.

Frühwarnzeichen Legasthenie
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