Reizdarmsyndrom durch Glutensensitivität

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Immer mehr Menschen leiden an Reizdarm, Zöliakie und anderen Symptomen. Zöliakie gilt schon lange als bewiesene Erkrankung. Nun konnte klar gezeigt werden, das Gluten viele Krankheiten und unterschiedliche Symptome auslösen kann.

Immer mehr Menschen fühlen sich besser und gesünder, wenn sie auf Gluten verzichten. Darüber hinaus steigen Symptome und Erkrankungen, wie

- Reizdarm
- Migräne
- Diabetes 1
- Ekzeme der Haut
- Autoimmunerkrankungen
rasant an. Studien konnten nun klar belegen, dass es neben der im Blutbild nachweisbaren Zöliakie eine zusätzliche Glutensensibilität gibt.

Der Körper reagiert auf Gluten fast so, wie bei Menschen mit nachgewiesener Zöliakie.
Gluten enthält Prolamine und Gluteline. Das sind zwei Aminosäuren im Körper, die eine unauflösliche Verbindung eingehen – das eine gibt es nicht ohne das andere und sie sind nicht zu trennen. Da die Enzyme fehlen, diese Verbindung zu durchbrechen, kommt es zu einer vorrübergehenden Entzündung des Darmtrakts. Dies führt dazu, dass Zonulin freigesetzt wird. Ein Molekül, das bei einem Zuviel dazu führt, das die Darmwände porös werden.

Durch diese „leaky gut“ – poröse Darmwände – können nun unverdaute Nahrungsmittelbestandteile in den Blutkreislauf gelangen und von unserem Immunsystem als „Fremdkörper“ registriert. Nun „feuert“ unser Immunsystem gegen die Nahrungsmittelbestandteile und alles andere auch – es kann also nicht mehr unterscheiden zwischen „Freund und Feind“.

Die Symptome bei Glutensensitivität sind vielfältig und lang. Die Glutensensitivität kann alle Organe, alle Körperstellen betreffen und ist nicht einzuschränken.
Möglich sind:

- Reizdarm
- Migräne
- ADHS
- Unruhe
- Depression
- Hautausschläge
- Müdigkeit
- Erschöpfung
- Gewichtsverlust / Zunahme

Dr. David Perlmutter stellte fest, das fast alle dieser Symptome mit der Glutensensitivität in Verbindung gebracht werden können. In einer Studie verzichteten alle Teilnehmer für mind. 4 Wochen auf Lebensmittel mit Gluten und die Beschwerden verschwanden ganz oder aber signifikant. Bei den Teilnehmern, bei denen noch „Restsymptome“ zurück blieben konnte mit einer Oligoantigenen – Diät nachgewiesen werden, dass noch weitere Nahrungsmittelunverträglichkeiten bestanden. Mit Hilfe dieser „Auslassdiät“ und einem geänderten Speiseplan verschwanden auch diese Symptome.

Als Ursache für die Glutensensitivität werden viele Faktoren diskutiert. Erster Faktor ist die Tatsache, dass wir heute viel mehr Getreide essen als früher, was dazu führen kann, dass wir unsere „ureigene“ Verträglichkeitsschwelle überschreiten. Als weiterer Faktor steht die Tatsache im Raum, dass unser Getreide heute viel mehr Gluten enthält als früher. Viele Ärzte fordern daher, ein Zurück zu alten Getreidesorten, da diese für uns Menschen bekömmlicher waren. Und als drittes wird natürlich diskutiert, ob Düngemittel, Schadstoffe und Co mit beteiligt sind.

Fazit: Immer mehr Menschen fühlen sich ohne Gluten wohler. Der Reizdarm verschwindet, der Blähbauch geht weg und kommt nicht wieder, die Konzentration wird besser, man ist nicht mehr chronisch müde und sogar Hyperaktivität ist in den Griff zu bekommen – wenn eine Glutensensitivität vorliegt.

Ernährungsberatung
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2 Kommentare
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Erika Bauer aus Billstedt | 30.03.2015 | 16:50  
779
ADHS Akademie aus Bad Oldesloe und Umgebung | 30.03.2015 | 17:01  
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