Tiergestützte Therapie – wirksame Alternative der Behandlung von ADHS

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ADHS -Tiergestützte Therapie

Früher als Zappelphilipp verschrien, gibt es heute für das unruhige und auffällige Verhalten von Kindern eine Diagnose. Mehr als 500.000 Kinder in Deutschland leiden unter der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (kurz ADHS). Viele Ärzte verordnen daraufhin Medikamente und eine Verhaltenstherapie, die zu einem ruhigeren Verhalten führen sollen.



Neben den konservativen Methoden können jedoch auch alternative Möglichkeiten eine Verbesserung bringen. Dazu gehört etwa die tiergestützte Therapie, die entspannend und beruhigend auf die kleinen Patienten wirkt und sich somit auch bei ADHS positiv auswirkt.

Welche Vorteile bietet eine tiergestützte Therapie?


Bei der tiergestützten Therapie wird der Therapeut von einem Tier unterstützt. Das bietet zu Beginn den Vorteil, dass die Kinder meist unvoreingenommen auf den Therapeuten zugehen und das Eis gebrochen wird. Zusätzlich bringen die Tiere Eigenschaften mit, welche sich positiv auf das Verhalten der Kinder auswirken. So strahlen etwa Alpakas und Lamas Ruhe und Gelassenheit aus. Um jedoch die Tiere streicheln oder führen zu können, müssen die Kinder konzentriert und ruhig an die Sache herangehen. Zusätzlich können die Kinder einen verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren lernen und ihre soziale Kompetenz schulen. Über die Tiere bekommen die Patienten zudem Kontakt zu anderen Menschen und bauen damit Hemmschwellen ab.

Reittherapie für Kinder mit ADHS


Für die tiergestützte Therapie können verschiedene Tierarten eingesetzt werden. Neben Alpakas und Lamas nutzen viele Therapeuten auch die positive Wirkung von Hunden oder Kleintieren. Für Kinder mit ADHS bietet sich zudem auch die Reittherapie an. Durch den Umgang mit den Vierbeinern wird nicht nur die Konzentration gefördert, sondern auch der Bewegungsdrang der Kinder gestillt. Das Reiten bietet im Rahmen der tiergestützten Therapie verschiedene Vorteile:

• Körperliche Ausleistung
• Fördert Ruhe und Gelassenheit
• Kinder müssen Verantwortung übernehmen
• Erfolge stärken das Selbstbewusstsein

Während der Reittherapie lernen die Kinder nicht nur den Umgang mit den Pferden, sondern sie bauen zudem eine intensive Bindung auf und werden in die Versorgung der Tiere einbezogen. Auf diese Weise wird das Tier zu einem Begleiter, auf dessen Bedürfnisse die Patienten sich einstellen müssen.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?


Viele Kinder profitieren von einer tiergestützten Therapie, dennoch übernehmen die Krankenkassen die Kosten dafür nicht. Die Behandlungskosten müssen die Eltern daher als Selbstzahler tragen. Allerdings gibt es ein Hintertürchen, das die Eltern nutzen können. Viele Kinderärzte verschreiben Patienten mit ADHS eine Ergo- oder Physiotherapie. In diesem Fall können sich die Eltern an einen Therapeuten wenden, der die tiergestützte Therapie ebenfalls anbietet. In diesem Fall zahlen die Krankenkassen jedoch nur die Standardkosten – eventuell müssen die Eltern dann noch einen Eigenanteil selbst übernehmen.

Weitere Infos unter http://www.kindererziehung.com/gesundheit/tiergestuetzte-therapie.php
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