Die beruflichen Fähigkeiten der Generation +/-50 werden vernachlässigt

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Von Maren Gebhardt-Bruderhausen

„Kein Älterer hat heutzutage Probleme, eine adäquate Arbeitsstelle zu finden“, meinte Frau Nahles kürzlich während eines Vortrags im Wirtschaftsforum zur Zukunft der Arbeitswelt.

Utopie oder Wirklichkeit? Wer sich mit diesem Thema beschäftigt, kommt zu anderen Schlüssen. Die Älterer – darunter absolute Fachkräfte – haben sehr wohl Schwierigkeiten, ihre Arbeitslosigkeit zu beenden. Schon die Tatsache, dass Firmen in der Presse gelobt werden, sobald sie einen Arbeitsplatz mit einem Älteren besetzen, zeugt vom Dilemma der Suchenden.

An der Qualifikation kann es nicht liegen, den die Ausbildung zu Zeiten ihrer Jugend war solide und fachorientiert. Fragt man Firmenchefs, wieso keine Arbeitskräfte vorgerückten Alters eingestellt werden, fällt ihnen viel Negatives ein. Dabei besitzen Ältere Fähigkeiten, die einen Betrieb sehr wohl interessieren sollten: Vernetztes Denken zum Beispiel ist eine beachtenswerte Fähigkeit dieses Lebensalters; die Zuverlässigkeit ist ebenfalls ausgeprägt, Gewissenhaftigkeit gehört dazu und sorgfältiges Arbeiten.

Der jung-dynamisch-aufstrebende Typ wird gebraucht – sicher.
Eventuelle Unstimmigkeiten im Zahnradgetriebe einer Firma erkennt die ältere Arbeitskraft jedoch wesentlich schneller als jeder Jungspund. Denn auch das ist ein Altersvorteil!

Natürlich ist die Einstellung eines ergrauten Arbeitnehmers teurer und die Mitwirkung in einem jungen Team manchmal turbulent; mit rhetorischem Geschick jedoch lässt sich das beseitigen.

Faltern, Ergrauung, Brille sind altersbedingte Kriterien, die keinesfalls Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit der Generation 50-plus zulassen.

Um die Erwerbs- und Lebensperspektiven für den gereiften, mit vielfältigem Wissen ausgestatteten Arbeitnehmer auszudehnen, muss bei Arbeitgebern die negative Suggestion des kalendarischen Alters durchbrochen werden.

Ein selbstbewusstes Auftreten und im Vorfeld eine Bewerbung, die durch definierende Wortwahl das Interesse des Personalverantwortlichen weckt, wird auch im Vorstellungsgespräch die berufliche Qualifikation spiegeln.

Wer Schwierigkeiten hat, aufgrund des fortgeschrittenen Alters einen Job zu finden, kann sich unterstützen lassen. Mit adäquater Hilfe - z. B. durch einen Coach - gelingt es, besondere Qualifikationen und Lebenserfahrungen herauszukristallisieren, um damit den zukünftigen Arbeitgeber zu begeistern.
Triade2000@aol.com
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