Barmbek feiert seine Geschichte

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Die Buchbinderei in Friedrichsberg, 1920 Foto: Geschichtswerkstatt Barmbek

Geschichtwerkstatt begeht 30 Jahre Bestehen mit großer Ausstellung

Barmbek 30 Jahre Geschichtswerkstatt Barmbek: Ein guter Grund zum Feiern, zumal in diesem Jahr der Stadtteil stolze 660 Jahre alt wird. Gründe genug für eine große Barmbek-Ausstellung, in der die Geschichtswerkstatt ihre Arbeit vorstellt und einen Einblick gibt in die Entwicklung vom Bauerndorf zum Arbeiterstadtteil bis zum beliebten Stadtquartier. Die Ausstellung erzählt viele Geschichten von Menschen und ihrem Alltag. Reinhard Otto von der Geschichtswerkstatt wird eine ganz besondere Geschichte erzählen: Er stellt im Rahmen des Jubiläums sein neues Buch vor. „150 Jahre Friedrichsberg – von der Irrenanstalt zur Klinik im Wohnpark“ beschäftigt sich mit einem dunklen Kapitel Hamburger Medizinalgeschichte. 1864 erbaut, wurde in Friedrichsberg zunächst eine zwangfreie Unterbringung psychisch erkrankter Menschen praktiziert. 1910 bis 1932 standen in der größtenteils neu erbauten Staatskrankenanstalt Friedrichsberg die Themen Therapie und Erforschung psychischer Krankheiten im Mittelpunkt der ärztlichen Tätigkeit. Aber bereits in dieser Zeit trat neben dem Aspekt der Heilung auch immer mehr die Absicht der Verhinderung sogenannter Geisteskrankheiten, auch durch Zwangsmaßnahmen, in den Vordergrund, die Eugenik. Im Nationalsozialismus wurde die sogenannte Rassenhygiene zur tödlichen Maßgabe. Nach dem Krieg und der Umbenennung in AK Eilbek folgten Jahrzehnte der Kontinuität. Nun steht Friedrichsberg wieder im Umbruch: Das frühere Krankenhausgelände ist heute Klinik, Wohn- und Freizeitort. (leu)

Ausstellung vom 2. 9. bis 4. 10., Eröffnung: Dienstag, 1. September, 18 Uhr, im
ehemaligen Verwaltungsgebäude von Heidenreich & Harbeck, Wiesendamm 30, Eintritt frei, Spenden erwünscht. Das Buch „150 Jahre Friedrichsberg...“ von Reinhard Otto ist für 19,80 Euro erhältlich im Buchhandel, in der Geschichtswerkstatt oder beim Autor, Telefon 2000 99 33
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