Barmbeker Bönhasen

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Jürgen Schöneich, Manfred Beseler, Helga Frien, Sören Ingwersen und Petra Kay (v. l.) sind die Bönhasen Foto: Flüß

Freizeit-Literaten bringen regelmäßig eigene Texte auf die Bühne

Barmbek „Wir wollen Literatur nach Barmbek bringen!“, hat sich Autor Manfred Beseler vorgenommen. Zusammen mit Sören Ingwersen, Helga Frien, Petra Kay und Jürgen Schöneich hat er die Lesegruppe „Bönhasen“ gegründet. An jedem zweiten Freitag im Monat bringen sie in der „Bönschau“ Literatur und Unterhaltung, beispielsweise in Form einer fiktiven Radio-Show auf die Bühne des Barmbeker Bürgerhauses. Als „nichtamtliche“ Literaten, die im Alltag IT-Berater, Werbetexter, Lektorin, Rentnerin und Journalist sind, haben die Autoren sich nach den sogenannten Bönhasen benannt. Das waren nicht-zünftige Handwerker, die schwarz auf dem Dachboden (niederdeutsch Bön) gearbeitet haben. Gelesen werden eigene Texte zu einem gemeinsam festgelegten Thema. „Wir machen aber keinen Poetry Slam“, stellt Sören Ingwersen (44) klar. „Der Wettkampfgedanke ist uns fremd. Wir arbeiten miteinander, nicht gegeneinander.“ In der Pause müssen die Bönhasen allerdings gegen die Zeit arbeiten: Dann gibt das Publikum in der beliebten Wortklappe Begriffe ab, aus denen die Autoren eine kurze Geschichte schreiben müssen. Die Lese-Gruppe hat längst eine Fan-Gemeinde in Barmbek: „Das sind eher gesetzte Leute zwischen 40 und 60 Jahren, die gern lachen, aber auch intensiv zuhören können. Mit dem großen Anbau „KuTiB“ am Bürgerhaus verjüngt sich das Publikum etwas“, hat Beseler (50) beobachtet. Ein echtes Gemeinschaftsgefühl sei seit der Gründung vor sechs Jahren entstanden: „Wir kommen mit unseren Zuhörern ins Gespräch“, sagt Ingwersen. Und Jürgen Schöneich (52) fügt hinzu: „Wir sind nicht abgehoben! Bei uns gibt es keine absichtliche Totalverrätselung!“ Die nächste Bönschau ist am 9. Januar, dann geht’s in „Echt super, du Held!“ um Weltenretter ganz privat. Weitere Infos auf www.boenschau.de (flü)
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